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Zeit beziehen; ich habe aber niemals eine Erklärungderselben erhalten können, die mir genügt hätte. ESgibt vielleicht keine Stadt in der Welt, wo man sichweniger sichere Nachrichten über Jerusalem verschaffenkönnte, als in Jerusalem selbst. Ich mußte mehr alseinmal die Auslegungen meines Dolmetschers, der übri-gens in der Wissenschaft der Inschriften für unterrichtetgilt, verbessern; er hat nicht immer die richtige undgenaue Vorstellung davon; er mengt die Sachen unter-einander. Der gute Bruder Elias vom Kloster desheil. Erlösers, welcher drcyßig Jahre im heiligen Landezugebracht hat, und es daher genau kennt, — hat mirin dieser Beziehung wahre Dienste geleistet. Ich hattenur zu bedauern, daß sein Alter und seine Geschäfteihm nicht erlaubten, mich auf meinen Ausflügen zubegleiten.
D'Anville hat durch wichtige Gründe und durchAusmessungen, welche er an Ort und Stelle selbst vor-genommen hat, bewiesen, daß das alte Jerusalem nichthabe größer seyn können, als das neue. Es standbey-nahe auf der nemlichen Stelle, nur mit dem Unter-schiede, daß sich der Kalvarienberg damals nicht inseinem Umfange befand, dagegen aber der Berg Sion.Als Soliman erfuhr, daß der Baumeister, welcher mitErbauung der Umfangsmauer beauftragt war, denWerg Sion nicht in dieselbe eingeschlossen habe, ließer ihm den Kopf abhauen. Die Mauern mögen 12aFuß hoch seyn; ihre Dicke schien mir jedoch mit derHöhe nicht im Verhältnisse zu stehen. Man sieht in
Reise mich Ier,is»lem. II, Vi>. Z