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Theil 2 (1837)
Entstehung
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Posten befehligte, erwiederte uns, daß er die Schlüsselnicht habe. Nach langem Hin- und Hcrreden mitmeinem Dolmetscher entschloß er sich, nach einem em-pfangenen Geschenke, dem Statthalter unsere Ankunftanzuzeigen. Nach einiger Zeit kam er zurück, undsagte uns mit dem Ausdrucke des Bedauerns, daß dieSchlüssel sich bcy dem Befehlshaber des Schlosses be-fänden, und daß es unmöglich wäre, zu ihm zu ge-langen. Wir mußten uns darein ergeben, unter freyemHimmel zu schlafen. Ich hätte gern den Tag in demGrabmale Absolons, oder in dem des Barachias er-wartet, aber nach einigen Minuten des Nachdenkenskam mir die Wesorgniß, daß die Bewohner des DorfesSiloe, fanatische und räuberische Leute, das Licht be-merken, und uns beunruhigen möchten. Wir strecktenuns daher vor dem Thore auf die Erde hin, doch ohneein Auge schließen zu können. Der Hunger stellte sichein; ein kleines Brod, welches bis jetzt unfern Nach-suchungen entgangen war, und das wir in der Tiefeeines unserer Körbe entdeckten, half uns, Geduld zutragen. Da gewöhnliches Wasser fehlte, so trankenwir ein wenig von dem aus dem Jordan geschöpften,und um unsere Pferde gelagert, brachten wir so mit einemTheil unseres Gefolges die Nacht zu. Der Aufgangder Sonne fand mich dem Oelbergs gegenüber sitzend.

Endlich öffneten sich die Thore; wir stiegen zuPferde, und hielten unsere Schutzwache an der Spitzeunfern Einzug. Da der Weg, welcher von dem Orte,wo wir uns befanden, zu dem Kloster führt, der schmerz-