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Theil 2 (1837)
Entstehung
Seite
39
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3!)

weder Thau noch Regen Leben und Fruchtbarkeit mit-theilen können.

Im tobten Meere befinden sich noch Ueberbleibselder verdammten Städte. Dieß ist eine Sache, welcheheut zu Tage für unbestreitbar gilt; mehrere Reisendehaben daselbst Trümmer von Mauern, Pfeilern, undbesonders Ruinen wahrgenommen, welche man für dievon Segor hält, einer Stadt, die anfangs auf dieBitte des Loth verschont geblieben, aber nachdem ersie verlassen hatte, verschlungen worden ist.')

Ich Härte gewünscht, mich hievon selbst überzeugenund meine Rückreise auf den Abend des folgendenTages verschieben zu können; allein bey den gegen-wärtigen Umständen wäre dieses mit zu viel Gefahrverknüpft gewesen, da die Regierung, welche überPalästina herrscht, nur vorübergehend ist, und die Ver-brechen , welche die Araber zu begehen für gut finden,öfter dulden oder ungestraft lassen muß. Es ist übri-gens anzunehmen, daß wieder Ordnung eintreten wird,wenn die egyplische Herrschaft sich einmal befestigethat; die Reisenden werden diese Orte mit mehr Sicher-heit besuchen, und vermittelst einiger kleiner Schiffe,die leicht zu bauen sind, die Denkmale des ZornesGottes in der Tiefe des Wasserschlundcs, welcher sieverbirgt, wahrnehmen können.

Schriftsteller und Geographen haben erzählt, daßdas tobte Meer häufig mit einem Dunste, oder dichtem

') Der heilige Hieronymus citirt von Calmet.