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Theil 2 (1837)
Entstehung
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men, einige Kieselsteine von seinem Bette sammeln,einige Schilfrohre nehmen, und mir von einem derBäume des Ufers einen Stock schneiden ; aber ein Ge-danke von ganz anderer Wichtigkeit beschäftigte mich,und es würde mich später eine Art Gewissensqual ver-folgt haben, wenn ich ihn nicht zur Ausführung ge-bracht hätte. Ich wollte an dem nämlichen Orte, womein Heiland getauft wurde, das Versprechen meinerTaufe erneuern, jenes Versprechen, welches diejenigenfür mich Gott gemacht haben, die am heiligen Tauf-steine für mich sprachen, ein Versprechen, welchesich bekräftigte, als ich das erstemal das Glück hatte,an dem heiligen Abendmahle Theil nehmen zu dürfen,und das ich gleichwohl in dem sturmvollen Laufe meinesLebens so oft verletzt habe. Diesen Entschluß führteich zuerst aus.

An dem Ufer des Flusses kniend, das Haupt überseine Gewässer gebeugt, in welchen ich mich so ebengewaschen hatte, die Hand auf meinem von Reue,Schmerz und Liebe bewegten Herzen, und Gott undseine heiligen Engel zu Zeugen der Redlichkeit meinerGesinnungen bittend, sprach ich mit bewegter Stimmefolgende Worte aus:

»Mein Gott! allmächtiger und besonders allgütiger,allmilder, allbaunherzigcr Gott! ich komme, um an deinOrte, wo dein Sohn, mein Erlöser, getauft wordenist, inDemuth die heiligen Verpflichtungen meiner Taufezu erneuern: ich entsage dem Satan, seinen Herrlich-keiten und seinen Werken, und ergebe mich ganz unv