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Theil 2 (1837)
Entstehung
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welche sie in mir hervorrief, zugebracht hatte, stieg ichhinab. Unter der vicrundzwanzigsten Stufe stößt manauf eine Art Vorplatz, wo ein steinerner Altar steht, aufwelchem die Väter Franziskaner jahrlich zweymal dasheilige Meßopfer fepern. Man muß sich bücken, umdie letzten sechs Stufen hinabzusteigen, worauf mansich in einer Höhle befindet, die ungefähr 20 Fußlang und 5 Fuß breit ist. Auf der linken Seite der-selben sieht man eine gewölbte Höhlung; hier war La-zarus beygesetzt und vier Tage lang begraben.

Das Haus Martha's und Marias war in ziemlichgroßer Entfernung von dem Grabe ihres Bruders.Mein Dolmetscher führte mich zu dem Orte, wo es,wie man sagt, gestanden haben soll; ich fand daselbstkeine andere Spur einer Wohnung, als ein Stück ver-fallene Mauer.

Von da ging ich, um den Stein zu sehen, aufdem sich, der Ueberlieferung zufolge, Jesus Christus,ehe er Bethania betrat, niedergesetzt hatte, als ihmMartha, von seiner Ankunft unterrichtet, entgegeneilte.Dieser Stein ist ungefähr drey Schuh lang und zweybreit, und von Granit. Man hat ihn mit andernmindern großen Steinen umgeben, um ihn bemerk ichzu machen. Die Pilger werfen sich hier nieder undbeten. Um den Beschädigungen vorzubeugen, welche ihtefrommen Diebercycn verursachen könnten, ist es bei,Strafe des Kirchenbannes verboten, mit Hilfe einesHammers oder eines andern Werkzeuges Stücke vondiesem Steine loszuschlagn. Man duldet es jedoch,