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Theil 3 (1837)
Entstehung
Seite
230
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herbey, um mich zu necken. Seine Mutter erwies ihmdie größte Sorgfalt, die größte Zärtlichkeit. Wennsie es säugte, hätte Nichts in der Welt sie von ihmtrennen, oder sie zum Gehen bringen können; sie sahnur ihr Junges, und vergaß Hunger und Durst, umsich nur mit ihm zu beschäftigen. Täglich Zeuge die-ser mütterlichen Liebe konnte ich mich nicht enthalten,mit einem tiefen Gefühle von Bewunderung auszu-rufen: O Vorsehung meines Gottes!

Das Dromedar unterscheidet sich vom Kameele nurdadurch, daß seine Formen schlanker, seine Beine zarter,seine Haare feiner sind. Das meinige übertraf, wiealle dieser Art, in die Dauer die beste arabische Stutean Schnelligkeit. Ich konnte auf dem Wege nichtaufhören, es zu bewundern. Einmal wollte ich esschlagen, um seinen Gang zu beschleunigen; meine Handversagte mir jedoch den Dienst. Bey dem geringstenLaute meiner Stimme bog es die Kniee, um mich leich-ter auf- oder absteigen zu lassen. Wenn ich zufälligmein Sacktuch, mein Brevier fallen ließ, wenn mirder Zügel entschlüpfte, so hielt es augenblicklich vonselbst, bis ich den herabgefallenen Gegenstand aufge-hoben oder bis man ihn mir gereicht hatte. Als ichvom User des Meeres schnell zu meiner Karavane zu-rückkehren wollte, trieb ich es mehr, als gewöhnlich an;es wendete den Kops zu mir und sah mich, einen leich-ten Schrey ausstoßend, an, gleichsam als wolle esmich aufmerksam machen, daß wir noch einen weitenWeg vor uns hätten, und daß es nicht im Stande