Druckschrift 
Theil 3 (1837)
Entstehung
Seite
140
Einzelbild herunterladen
 

140

wählen Sie vielmehr das Dromedar, es ist, wie dieAraber sagen, das Schiff der Wüste!« Ich befolgteden letzten Rath. Nun war nur noch die Schwierig-keit übrig, ein Dromedar, und zwar ein gutes, zu er-halten. Der Statthalter, von meiner Verlegenheitunterrichtet, ließ mir eines aus dem Stalle des Vicc-königs anbieten, und ich nahm es sehr gern an. Erschickte mir ein schönes weißes Dromedar, das mit ei-nem reichen Geschirre, und einer prächtigen bordirtenSchabracke von violetem Sammt versehen war, undauf dem Schenkel den verzogenen Namen Seiner Ho-heit trug, der den Beduinen schon von weitem Ehr-furcht einflößen und mir Achtung verschaffen mußte.

Meine Karavane bestand aus meinem Ianitscharen,einem Bcduinen-Scheik und vier Beduinen, die ebenso viele Kameele führten, die mit einem Zelte, einerMatratze, mit Teppichen, Schläuchen, die das Wasserenthielten, das wir bedurften, mit andern Vorräthenund Bohnen für unsere Thiere beladen waren.

Am 14. Februar vereinigte sich die Karavane beymösterreichischen Konsulate. Der Scheck näherte sichdem Konsul, beugte sich vor ihm, legte seine Handnach und nach auf Kopf, Bart und Herz, und ver-sprach ihm, mir alle Sorgfalt zu widmen, und michmit Gefahr seines eigenen Lebens zu vertheidigen; dieübrigen Beduinen bctheuerten das Nemliche. DerHerr Konsul, dessen Gefälligkeit ich nicht genug rüh-men kann, wollte mich bis vor Cairo begleiten.

Kaum hatte ich mich auf mein Dromedar gcschwun-