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lichen Schmerzen der zweytcn Strafe. Seine Zügeentstellten sich kaum, und als der dazu bestimmte Pfahlsenkrecht ausgerichtet wurde, ließ er seine Blicke auf derMenge herumschweifen, und sprach mit lauter Stimmedas Glaubensbekenntniß der Muselmänner aus: Esgibt keinen andern Gott, als Gott, und Mahomet istsein Prophet.
„Soleyman blieb auf dem Pfahle vier Stundenlang am Leben. Er hatte einigemal zu trinken verlangt;allein die Vollzieher des Urtheils verboten seinem Ver-langen zu entsprechen, weil das Trinken den Schlägenseines Herzens augenblicklich ein Ende machen würde;aber nachdem sie sich entfernt hatten, ließ sich ein wache-stehendcr französischer Soldat vom Mitleiden bewegen,dem Leidenden in einem Gefäße, das er an die Spitzeseines Gewehres befestiget hatte, Wasser zu reichen.Kaum hatte es Soleyman getrunken, so starb er.^
Unter den berühmten Personen Egyptens ist eine,von der ich Ihnen zu erzählen vergessen habe, als ichSie von der Familie des Mehemet Ali unterhielt. Esist Ahmet-Bey, Destcrdar, Schwiegersohn des Fürsten.Als ich hier ankam, hatte ich ein gewisses Verlangen,ihn zu sehen; aber ich wurde durch ein unbeschreibli-ches Gefühl von Entsetzen davon zurückgehalten. Ichglaube nicht, daß es auf der Welt ein blutgierigeresund grausameres Wesen gibt.
Dieser Mann ist gegenwärtig 45 Jahre alt. Er isteinigermaßen unterrichtet, besonders sind ihm Geschichteund Geographie nicht fremd. Er hat eine ziemlich