pen von Glas oder Holz, die an einer Schnur am Ge-wölbe hängen. Auf jeder Seite des Hochaltares isteine Treppe von zwölf Stufen, auf der man in eineKapelle oder unterirdische Grotte hinabsteigt, die ohn-gefähr zwanzig Fuß lang und zwölf breit ist. Hier,versichert man, wohnten Jesus, Maria und Joseph.Ucber dem Altare dieser Kapelle hängt ein sehr altesGemälde, welches die heilige Jungfrau am linken Uferdes Nil vorstellt. Dieses Gemälde verschließt denEingang zu einer zweyten kleineren Grotte, welcherdie Mönche den Namen Ofen geben, weil sie einiger-maßen die Form eines solchen hat. Sic machte einenThcil dieser armen Zufluchtsstätte aus. Indem ichdiesen düstern Aufenthalt betrachtete, kamen mir Beth-lehem und Nazareth in den Sinn; ich erinnerte mich, daßder, welcher hieher geflohen war, seinen Jüngern vor-ausgesagt hatte, daß sie nichts vor ihrem Meister vor-aus haben und wie er Verfolgungen erleiden würden.Ich empfand eine gewisse christliche Freude bey derBetrachtung, daß zu unfern Zeiten noch die göttlicheVorhersagung in Erfüllung gegangen ist, daß an mehrals einem Orte die Grotten, die Felsenhöhlen zumSchutzorte gegen die Verfolger gedient hatten, daß dieVerfolgten bis zum Tode des Herodes ihrer Zeit da imFrieden lebten, und dann ruhmvoll wieder erschienen,um ein Werk fortzusetzen, dessen Arbeiten nur an derPforte der Ewigkeit endigen sollen.
Am 29. Morgens begab ich mich zum zweytenmaleauf die Insel Nudah, um den berühmten Mekias oder