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Theil 3 (1837)
Entstehung
Seite
60
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Er hatte sie ganz gewiß vor mir gesehen, versicherteer mich, wenn er nicht durch einen unglücklichen Zu-fall anderswo zurückgehalten worden wäre. Ich hü-tete mich, ihm zu widersprechen; es würde seinen Ver-druß zu sehr erhöht haben.

Ich genoß das Schauspiel, das ich mit so vielUngeduld erwartet hatte, nicht lange. Die Nacht kamheran und breitete ihren Schleyer darüber aus, alswenn sie es mir aus Eifersucht hätte entziehen wollen.Sehr spät kamen wir bey dem Dorfe Gürciß an, undblieben da.

Am folgenden Tage stand ich wie gewöhnlich beyTagesanbruch auf. Da die Windstille uns nicht er-laubte, abzureisen, so richtete ich meine Schritte zueinem kleinen Palmenwäldchen, das in der Nähe war.Ich hatte mir vorgenommen, da aus und abgehendmein Brevier zu beten.

Kaum betrat ich es, als sich eine unzählbare MengeRaben mit einem entsetzlichen Gekrächze erhob und aufmich losstürzte, um mir den Eingang zu verwehren.Der Haufen war so groß, daß er die Luft verfinsterte.Vergebens suchte ich sie zu verjagen; wie ich mich auchmmer bemühte, sie fürchteten sich durchaus nicht undverfolgten mich ohne Unterlaß, so daß ich mich zumRückzüge genöthiget sah. Da ich niemals etwas Aehn-liches gesehen hatte, vermuthete ich, daß sich auf denPalmen unzählige Nester befänden, und erklärte mirnun den Muth oder vielmehr die Wuth, der ich wei-chen mußte, durch den Instinkt der Zärtlichkeit zu ihren