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und durch sie mit dem Römischen Stuhle in Verbindung zutreten; eine solche Verbindung konnte erst dann eintreten, alsdie Franken, von der Höhe ihrer Macht gesunken, aufhörten, dieGothische Herrschaft zu bedrohen, welches in der zweiten Halstedes neunten Jahrhunderts geschah.
Während des Zeitraumes von beinahe zweihundert Jahren,in welchem die Spanische Kirche durch die Occupation der Ara-ber außer Verkehr mit dem Occidente und Rom getreten war,hatte sich in Betreff des Römischen Stuhles vieles geändert;eine ganz andere Stellung als zur Zeit der Toletanischcn Con-cilicn hatte er eingenommen.
Denn theils durch Bonifatius, thcils durch Karl den Gro-ßen, besonders aber durch dessen schwache, unter sich in Zwie-tracht gefallene Nachfolger, war der Römische Primat zu einervollen Anerkennung gekommen, die er vorzüglich Nicolaus k.und Johannes VM. verdankte. Eine neue Ausdehnung bereite-ten ihm im Frankenreiche so eben die seit 83» allmahlig in Gangkommenden Pseudodccretalen, und seine Vollendung erhielt er da-durch, daß er die Kaiserkrönung, d. h. die Vergebung der Kaiser-würde und der Herrschaft Italiens gleichsam als sein Regal vindi-cirte und dadurch zu einer politischen Macht ersten Ranges erwuchs.
Als daher die Spanische Kirche im !). Jahrhunderte mitRom in Verbindung trat, fand sie den Römischen Primat alsein vollendetes Institut, als eine legale Form der kirchlichenVerfassung, in die der Occident sich durchaus hineingelebt hatte;unter ihn mußte also auch die Spanisch-Gothische Kirche sichbeugen. Sie konnte sich diesem um so weniger entgegensträuben,als sie nur ein kleines Bruchstück der gesammten SpanischenKirche bildete, die nickt einmal einen Metropoliten hatte, alsoohne Einheitspunkl war, indem die Metropole Braga sich inden Händen der Araber befand und nur einen Bischof in p-wtibu« hatte, der zu Oviedo im Exil war.
Auch kann es nicht auffallend sein, daß die kleinen Königedes Gothischen Spaniens, die von der Wichtigkeit und derenormen politischen Bedeutung des Römischen Stuhles längstgehört halten, wohl Verlangen tragen mußten, mit ihm in Ver-