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Die Stellung der spanischen Kirche zum Roemischen Stuhle von Beginn ihres Gründens bis auf die neueste Zeit
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Dies wird sich in der folgenden Periode, wo sie in denkatholischen Königen und dem Erzbischvf von Toledo ihre Ein-heit fand, noch schärfer hcrvorstellen.

Drittes Kapitel.

Die Stellung der Spanischen Kirche zum Römischen Stuhleseit der Vereinigung der Gothen mit der .KatholischenKirche bis zum Einbrüche der Araber.

(INN bis 711.)

Völlige Autonomie der Spanischen Kirche dem RömischenStnhlc gegenüber.

Das Jahr 58i) brachte der Spanischen Kirche das frohestcErcigniß, daß der König Reccarcd, Lcovigilds Sohn, mit sei-nem ganzen Wolke zur Katholischen Kirche übertrat, ein Schritt,welcher die segensreichsten und wichtigsten Folgen für die Spa-nische Kirche herbeiführte.

Dieses Ercigniß knüpft sich nicht etwa an die Person einesRömischen Papstes (damals regierte Pelagius III.), sondern anden Bischof Leander von Sevilla, den älteren Bruder desberühmtesten Isidors, die bedeutendste Persönlichkeit der Spani-schen Kirche dieser Zeit.

Dieser hatte schon früher Reccareds Bruder, Hcrmcngild,für den katholischen Glauben gewonnen; Hermengild befleckteaber leider diesen Schritt dadurch, daß er sich gegen seinen Va-ter Leovigild, der jenen Uebertritt mit Unwillen aufnahm, em-pörte und bei den Griechen Hülfe suchte, die damals an dersüdöstlichen Küste Spaniens einen ausgedehnten Landcsstrich be-herrschten. Leander und mehre Bischöfe mußten Spanien ver-lassen und es ist nicht unwahrscheinlich, daß es während diesesErils war, daß Leander eine Reise nach Constantinopcl unter-