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Die Stellung der spanischen Kirche zum Roemischen Stuhle von Beginn ihres Gründens bis auf die neueste Zeit
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Zweites Kapitel.

Die Stellung dcv Spanischen Kirche zum Römischen Stuhleunter der Herrschaft der Archaischen Gothen.ÄK55 bis 3S0.

Die vierzig Jahre lang unterbrochene Verbindung der Spa-nischen Kirche mit der Römischen wurde durch Leo wiederherge-stellt. Die Veranlassung dazu war die in Gallicien noch immeremporstrebende Priscillianistische Irrlehre, die allen gegen sie an-gewendeten Mitteln nicht weichen wollte. Weil damals dieSpanische Kirche unter der Herrschaft der Arianischen Gothenseufzte und in ihrem innern Verkehre gehemmt war, so verfielman um so leichter auf das Mittel, den Römischen Stuhl zuconsultiren, als die Kirche von Afrika, von den Wandalen fastzerstört, selbst rath- und Hülflos war.

Doch war die Verbindung mit Rom diesmal nur einesMannes Werk, nämlich des Bischofes Turibius von Astorga,der, mit Leo persönlich bekannt und befreundet, übereine Reihe Pnscillianistischer Jrrthümcr von ihm Auskunftverlangte, die Leo ihm auch in einem ausführlichen, reindogmatischen Schreiben gab. Am Schlüsse des Briefes ver-langt er, daß eine allgemeine Spanische Synode gehalten werde,ut seeiimlum «a, gua« a<l tun eoiwulta respoiuliinus, xlenis-simo regniratur examino, au siut aligui inter episoopos, -zniIirssus IraLivsi« eoutsgio pallnantur, a commuiiioi!« ssne sopa-laneli.... Deulimu« itagne: litmas ucl fratius ut kjiisvuposnostros l'arravoneiises, lsaitliaAinenses, I^usitunos atguu lZal-livas, ulsguu ooneiliuiu Keuuialo iniliximus. tnae ililue»

tinum saliaitueliuein puitinuliit, ut nostrav ornliiiatiouis auvto-in las a,I prauüiotairun provinviaruin episuvpas ilet'uratur.

Dies Concil wurde wirklich gehalten, wie die Synode vonBracara a. 5li1, auf die wir unten zurückkommen werden, esbezeugt. >)

t) Wenn diese nicht aus der eben angeführten Stelle des BriefesLeoS schloß, daß sie gehalten sei. Es mag doch schwer gehal-