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Viertes Kapitel.Schlußbctrachtnng.
Wir stehen hiermit nun am Schlüsse des ersten Abschnittes,dessen Resultate vor uns liegen.
Während der ersten 300 Jahre war die Spanische Kircheohne alle Verbindung mit der Römischen; als diese es versuchte,sich unberufen in ihre Angelegenheiten zu mischen, wiesen dieSpanier mit Hülfe der Afrikaner diese Versuche ab.
Erst im 4. Jahrhunderte brachte Osius von Cordova dieSpanische Kirche in einen nähern Verkehr mit der Occidentali-schcn und Römischen; allein dieser Verkehr erlosch wieder mitOsius, wurde aber erneuert durch Veranlassung der Priscilliani-siischcn Ketzerei (v. 380), durch welche die Spanische Kirche ge-spalten und zerrüttet, sich bei den Stühlen von Mailand undRom Rath und Aufschlüsse holte.
Dies wurde, wie die Decretalschrcibcn des Siricius an Hi-merus von Tarraco (». 385) und des Jnnocentius an die Sn-node von Toledo (404) bezeugen, nachher bei der fortdauerndeninneren Erschütterung der Spanischen Kirche mehrmals wieder-holt, hörte aber auf nach Jnnocenz während der Occupatio»Spaniens durch mehre deutsche Völker und erneuerte sich wiederunter Leo I. (447), der zuerst versuchte, in Spanien eine Primats-mackt zu üben, wie sie sich in Gallien und Jllyricum, wennauch nach mancben Kämpfen, festgesetzt hatte. Daß es Leo hier-mit sehr gut gelang, wenigstens in der Spanischen Metropoli-tanprovinz Tarraco (denn in Betreff der übrigen fehlt es anZeugnissen), beweisen die Briefe des Metropoliten Ascanius undseiner Synode an den Römischen Bischof Hilarins, Leos Nach-folger (400), beweiset ferner der, freilich sehr unverbürgte Ver-such des Simplicius, den Bischof Zeno von Sevilla zu seinemVikar zu ernennen, ein Versuch, den, freilich nach einer Unter-brechung von mehr als 50 Jahren, Hormisdas wiederholte (520),indem er den Johannes von Tarraco und den Sallustius von