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Die Stellung der spanischen Kirche zum Roemischen Stuhle von Beginn ihres Gründens bis auf die neueste Zeit
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Sevilla zu seinen Vikaren ernannte und, von solcher Hülfe ge-fördert, mit der Spanischen Kirche in nähere Verbindung tre-tend, durch mehre Decretalbricfe einen Einfluß auf sie übte,, dervorzüglich dadurch, daß die Spanische Kirche, durch die Mani-schen Gothen gedrangt, unterdrückt und in ihrem Innern ge-hemmt und auseinander gehalten, sich nothwcndig nach Außeneinen Anhaltspunkt suchen mußte, den sie nur in dem apostoli-schen Stuhle des Occidcnts, dem Römischen, finden konnte, ver-mittelt wurde.

Allein nach Hormisdas (523) ist der Verkehr der Spani-schen Kirche im Gothenreichc mit Rom fast 70 Jahre lang un-terbrochen, während in der Kirche des nunmehr katholischenSuevenrciches die erneuerten Versuche der Priscillianisten nocheinmal eine Konsultation an den Römischen Bischof Vigiliusveranlassen (538), mit der Römischer Einfluß sein Ende ge-nommen zu haben scheint, wozu die Canonensammlung des Me-tropoliten Martinus von Bracara (o. 570) nicht wenig beitrug.

Kurz darauf wurde ganz Spanien unter dem GothischcnScepter vereinigt (585) und das Gothischc Volk trat zur katho-lischen Kirche über (589). Nach einer vorübergehenden leichtenVerbindung mit Gregor dem Großen, die einzig und allein durchLeander von Sevilla, Gregors persönlichem Bekannten undFreunde, vermittelt wurde, tritt die Spanische Kirche ganz aufsich selbst zurück und allen Verkehr mit Rom meidend, organi-sirt sie sich auf den Synoden zu Toledo zu einer vollkommncnNationalkirche, deren weltliches Oberhaupt der König, das geist-liche der Metropolit von Toledo, als Primas des Landes, war.Wahrend dieser Periode (589711) gestalteten sich die Verhält-nisse auf folgende Weise:

1) Die ganze Spanische Kirche bildete ein abgeschlossenesGanze, eine Nationalkirche, deren sichtbares Haupt der Königund der Primas von Toledo war; die aber das Organ ihresWillens in Glaubens- und Sittensachcn, ihre oberste gesetzge-bende und richterliche Behörde, in ihren Synoden, be-sonders in den allgemeinen Synoden fand. Auf ihnenwurden Glaubcnsedictc erlassen, Canones gegeben, Bischöfe