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Die Stellung der spanischen Kirche zum Roemischen Stuhle von Beginn ihres Gründens bis auf die neueste Zeit
Entstehung
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für recht plumpe Machwerke zu erklären; wobei wir unsere Ver-wunderung nicht unterdrücken können) daß noch nie jemand die-selben einer schärferen Prüfung unterworfen habe.

Sollen aber diese Briefe dennoch als echt behandelt werden,so können sie doch niemals als Zeugnisse für Gregors Machtü-bung inxdcr Spanischen Kirche, in so weit sie unter Gothi-scher Herrschaft stand, in Anspruch genommen werden; es bleibtdann, um ihre Echtheit zu retten, nur ein einziger Auswegübrig, auf welchen bisher noch Keiner gekommen ist. DieserAusweg liegt in folgendem:

Unter Justinian hatten die Griechen einen schmalen Küsten-strich Spaniens, von Cadix bis nahe an Valentia, besetzt, densie noch unter Reccared inne hatten. Rcccareds Bruder, Her-mcngild, hatte bei den Griechen, die dort als Besatzung lagen,Hülfe gesucht und jener selbst ersucht Gregor, wie aus demBriefe dieses an den König hervorgeht, ihm aus den RömischenArchiven die Papiere zukommen zu lassen, die auf den Vertrag,welchen seine Vorfahren über die Abgränzung des gegenseitigenBesitzes mit Justinian abgeschlossen hatten, sich bezogen.

In diesem Striche lag Malaga; es lagen darin auch Asi-donia und Elcpla, ebenfalls Bischofssitze, welche, so lange sieunter Griechischer Herrschaft standen, nicht in dem Spanisch-Gothischen Mctropolitanvcrbandc waren, sondern sehr wahr-scheinlich interimistisch zur Provinz Sardinien oder Sicilicn, alsozum Römischen Sprengel gehörten. Daher konnte von Stephan,vielleicht Bischof von Elcpla, gesagt werden, er habe keinen(eigentlichen) Metropoliten. Daher fehlen auch auf der drittenSynode von Toledo (589), auf der alle Spanischen Bischöfeversammelt waren, gerade die Bischöfe von Malaga, Elepla undAsidonia, während alle andern der Provinz da waren.

Bald nach Reccareds Tode wurden die Griechen aus Spa-nien ganz vertrieben und Malaga sammt den genannten Stäo-

19) Deshalb verwüstete Leoviglld auch die Gegenden von Malaccaund Bostitania. cn»oo. liidni-snss verfaßt um 699 von Jo-hannes von Biclara. -rp. tvAiiiiiz in. i>. Zil.

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