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Die Stellung der spanischen Kirche zum Roemischen Stuhle von Beginn ihres Gründens bis auf die neueste Zeit
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Hormisdas bis zu Gregor dem Großen (523—590) alleVerbindung der Kirchen des Gothischen Spaniensmit dem Römischen Stuhle über sechzig Jahre langaufhörte; nur das Suevische Spanien (Gallicicn, Asturicnund Portugal im Norden vom Tajo), dessen Könige katholischwaren, erneuerte in einzelnen Momenten jene Verbindung.

Was den Abbruch des Verkehrs mit Rom in der Kirchedes Gothischen Spanien herbeiführte, darüber sind keine zu-verlässige Nachrichten vorhanden. Vielleicht waren die RömischenBischöfe durch die Schrecknisse des Gothischen Krieges mit Justinian(535 — 555) verhindert, Einfluß auf auswärtige Kirchen zu üben;vielleicht fesselte und lähmte der Streit mit den Orientalen überdie drei Kapitel, der damals ausgebrochen war und gegen RomsWillen das fünfte allgemeine Concil vcranlaßte, in seiner Reac-tion aber das bis ins siebente Jahrhundert währende Jstrischcund Jllyrische Schisma herbeiführte, die Kräfte der RömischenBischöfe so sehr, daß sie sich um die Kirchen entfernter Ländernicht kümmern konnten, wie es dann auch bekannt ist, daß nichtminder die Fränkische Kirche dieser Zeit fast außer allem Verkehremit dem Römischen Stuhle getreten war. Allein mit großerWahrscheinlichkeit macht sich hier noch ein anderer und zwar einrein polirischer Grund geltend. Zuerst ist es natürlich, daß dieArianischen Gothen einer Verbindung mit dem Römischen Stuhlenicht sehr geneigt waren; dazu kam nun noch, daß Justiniannach der Eroberung Afrika's einen ausgedehnten KüstenstrichSpaniens von Cadix bis nahe an Valentin besetzte, der vonden Griechen auch bis tief ins siebente Jahrhundert behauptetwurde. Da nun die Griechen seit Justinian zugleich Herrenvon Rom waren und die Päpste als ihre Unterlhanen hielten,die den politischen Impulsen des Hofes von Constantinopcl fol-gen mußten, so ist leicht zu ermessen, daß die Gothischen KönigeSpaniens gegen alle und jede Verbindung ihrer katholischen Bi-schöfe mit Rom sein mußten, weil sie nämlich leicht argwöhnen

tss Vo» den Wirkungen dieser Thatsache auf die Spanische Kirchesoll im folgenden Kapitel gehandelt werde».