Druckschrift 
Die Stellung der spanischen Kirche zum Roemischen Stuhle von Beginn ihres Gründens bis auf die neueste Zeit
Entstehung
Seite
26
Einzelbild herunterladen
 

2l»

Gallien gränzend, durch die Kirche dieses Landes, die gradedamals im regsten Eifer siir den Römischen Stuhl erglühte, vongleichen Gefühlen erfüllt wurde. Daher geschah es, daß Johan-nes, Bischof von Tarraco, den Hormisdas auf einer Reise nachItalien nicht nur schriftlich begrüßte, sondern denselben auch bat,durch einen Decrctalbrief an alle Spanischen Kirchen zur Be-seitigung sehr auffallender Mängel und Mißgriffe zu wirken. '°)Um solchen Eifer für die echte Disciplin und solche Verehrungfür den apostolischen Stuhl zu belohnen, ernannte Hormisdasden Johannes zu seinem Vikar in Spanien mit diesen Worten:M <piia per insinnatlanom llileetianis tnae nobis est pu-tekaeta prorillentia, remittier-»»»« solieitulliiiem triam et, «sr-vale« vires vobis apostolieae «etil«

eatenu« üeleAsinu«, ut mspeeti« i«ti«, «ive ea, gnae all ca»a-ne« pertinent, «ive ea gnas per nnbis manrlata sunt »»per,«ervenlur, «ive ea rprae «1e vevlesinstiei« en»«i« t»ae revela-tioui eontiKeriirt, «ud tua »»bis insiniiativne panrla»t»r.

Das Vicariat von Johannes, aus dem erhellt, daß dasfrühere der Bischöfe von Sevilla nicht mehr bestand, umfaßtealso diese Momente, daß Johannes für die Aufrechthaltung derCanones und der Vorschriften des Hormisdas sorge, und dann«le eu»«i« eeelesiastiei« an ihn berichten solle. "> Durch denBeisah «ervati« privileAtt« metropolitannrum wurden diesenihre althergebrachten Rechte, nämlich die Einberufung derSynoden, der Vorsitz derselben, die Weihe und Eonfirmationder Bischöfe, die Gerichtsbarkeit über selbe im Vereine mit denSynoden ") bewahrt und die Ausübung aller päpstlichen Pri-

lv) Dies ergibt sich aus Hormisdas Briefe an Johannes, nun. lOlg.ll) Ich kann nicht widersprechen, wenn man unter diesen e.nis-m <-o-elosiiizt.ica.0 die causue majores verstehen will. Aber da dasVicariat ausdrücklich auf jene zwei Momente beschränkt war, alsodie Beaufsichtigung der Metropoliten und Bischöfe, die Berufungund den Vorsitz der Synoden ausschloß, so waren mithin auchdie chutioin. «ntsoonorui» ausgeschlossen.tZ) Diese erkennt Hormisdas namentlich in dem folgenden Briefean, worin er Allen, welche die Canones verletzen, sagt: novo-ri»t «U>! suNeuusui» esse fuiUvUim