zum I 520 wieder ein allen Zeugnissen für eine Verbindung derSpanischen Kirche mit der Römischen. Es fallen in diese Zeitdie beiden Provinzialsynoden von Tarraco (5I<») und Gerana(517), welche, ohne des Römischen Stuhles oder seines Vikarsvon Sevilla auch nur mit einer Sylbe zu erwähnen, die Rechteder Metropoliten in Betreff der Synoden und Suffragane ganzbündig sichern.
Die Verbindung der Spanischen Kirche mit der Römischenwurde wieder angeknüpft unter dem Römischen Bischöfe Hormis-das um das Jahr 52». Die Spanische Kirche konnte sich einersolchen Verbindung nicht erwehren, denn sie ergab sich noth-wendig aus der Lage der Dinge.
Einmal mußte die Spanische Kirche streben, aus ihrer Ver-einzelung zu treten und sich mit dem Occidcnte in Verkehr zu setzen,in welchem Verkehre sie in ihrer nicht glücklichen Lage unter derHerrschaft eines Arianischen Volkes Trost, Rath und Hülfe fin-den konnte. Und da war sie natürlich an den Römischen Stuhl,an das Haupt des Occidents, an die apostolische Kirche gewie-sen. Dann aber bewegten die Kirche grade damals Ereignisse,denen die Spanische Kirche weder ihr Interesse noch ihre Auf-merksamkeit entziehen konnte. Denn eben damals gelang es demHormisdas, das unglückselige Accacianischc Schisma, welches 4»Jahre den Orient in der bittersten Feindschaft vom Occidente ge-trennt hatte, beizulegen und den Frieden zwischen der Kirche desOccidents und des Orients herzustellen. Auch die Thcilnahmefür diese Sache wies die Spanier nach Rom hin, um so mehr,als Hormisdas das glückliche Ereigniß allen Kirchen und na-mentlich auch der Spanischen meldete, die nicht umhin konnte,den Mann zu bewundern, der so große Dinge ausgeführt hatte,dnd dessen Obcrmacht in der Kirche selbst der stolze Bischof Jo-hannes von Konstantinopel hatte anerkennen müssen
Auch diesmal wurde die Verbindung wieder angeknüpftdurch die Metropolitan-Kirchc von Tarraco, deren Diöcesc an
7) (?<>>',c. 'vaeeaeoii. c. 5. 6.
8) l!ar<I. N. 1021.
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