etwas suchten, ihn bitten, anzugeben, was zu thun sei und mitseinem apostolischen Ansehen für die Canones und die Decre-talen einzutreten,
Bald darauf schrieben sie ihm noch einen anderen Bericht,worin sie melden, daß der Bischof Ninidmarius von Bar-cellona einen gewissen Jreneus in seinem Testamente zu seinemNachfolger ernannt habe. Da diese Wahl von allen Seitengebilligt worden, so möge auch Hilarius sie bestätigen.^)Schließlich drücken sie ihre Verwunderung aus, daß ihnen nochkeine Antwort auf ihren ersten Brief zugegangen und bitten ihn,ut «juiil Iiis rebus obsei vanelum sit, aziostvtiois sermo-
uilnis uns ltiKuemiiii iiikarmure.
Hilarius hielt jetzt eine Synode, um über jene SpanischenAngelegenheiten zu entscheiden, ') und nachdem dieselbe zuersteinige allgemeine Verordnungen erlassen hatte, wurde in Betreffjener von Hilarius eine Antwort an die Bischöfe der ProvinzTarraco abgefaßt.
In diesem Schreiben wird festgesetzt, daß juxta IVicaeuu-rum >,-ltrum rexulss, ohne Wissen und Genehmigung des Me-tropoliten kein Bischof geweiht werden soll. H Darauf wird dieWahl des Jreneus zum Bischöfe von Barcellona als eine unca-ironische für nicbtig erklärt und verordnet, daß ein Anderer ausdem dortigen Clcrus gewählt werden solle. Die von dem Bi-scbofe von Calahorra gegen alle Canoncs geweihten Bischöfewerden bestätigt, wenn sonst keine canonische Hindernisse an ih-nen hasten. Endlich wird dem Jreneus, unter Drohung derAbsetzung geboten, den Stuhl von Barcellona zu verlassen.
Aus diesen Aktenstücken ist freilich klar genug, daß zur Zeitdes Hilarius die Verbindung der Spanischen Kirche mit dem
2) Dieser und die folgenden Briefe stehen bei Un>u. u. 7^7 ff.
3) vesii-e nuctaiitnts Nei»<Ztis.
4) Hilarius sagt in der Anrede an die Synode! »ulll kos sie sinestiuus sui perivuln vgl «liviuus eonstNulione« vol njinsenlicnvs<M>s cleoieta romo-are.
3) Diese Nicänische Regel hat man jetzt in Rom längst vergessen.