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des Mercurius Cimbri(an)us = Wodan bestätigt ist. Während also dieMartinskirchen meist bei den fränkischen Neugründungen in der Ebene sind,bezeichnen die Michaelskirchen die christliche Ablösung der heidnischenOpferplätze auf den Berghöhen, wie sie bei den Alamannen, Chatten usw.bis ins tiefe Mittelalter hinein offen oder heimlich besucht wurden (vgl.die anschauliche Schilderung eines solchen Kultes auf dem Hohentwiel inScheffels Ekkehard). Infolgedessen sind fast alle Michaelskirchenuns wertvolle Hinweise auf solche germanische Verehrungsstätten, ebensowie die Feste, die zum Teil heute noch an bestimmten Tagen auf solchen
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Abb. 60 . Kapelle bei Oberwittighausen,
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abgehalten (wie auf dem Donnersberg in Rheinhessen, der Burghäldc beiSinsheim usw.) und vom Volke aus der weitesten Umgebung besuchtwerden.
Eine vorzügliche Schilderung dieses Ringens zwischen heid-nisch e r u n d c h r i s 11 i c h e r R e 1 i g i o n , das noch gar manche Spurennicht nur in den bildlichen Darstellungen der Kirchen, sondern auch imBoden hinterlassen hat, ist in dem Buche von E. Jung, GermanischeGötter und Helden in christlicher Zeit (1922) gegeben, wenn er auch insehr vielen Punkten zu weit gegangen ist. Doch können wir nur wenigesherausgreifen. Im badischen und wiirttembergischen Frankenland stehennoch mehrere eigenartige, achteckige Kapellen, so bei Osterburken