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Kirchengeschichte
Entstehung
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307
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GaleriuS :c. I. Chr. 3k 1. (Dionys. 309.) Eusebius. 307ten Ruhme durchlaufen haben mußte und gab ihm eine Schaar Solda.teu als Ehrenwache bei. Ohne Scheu ertheilte er allen Zauberern alsfrommen und den Göttern werthen Männern Statthalterschaften unddie größten Vorrechte. In der Folge beschwerte und drückte er nichtetwa die eine oder die andere Stadt oder einen einzelnen Bezirk, son-dern ganze ihm unterworfene Provinzen mit Beitreibungen von Steuernan Gold, Silber und unermeßlichen Geldsummen, mit den härtestenLasten und mit verschiedenen Verurtheilungen. Den Wohlhabenden nahmer ihr von ihren Vorfahren erworbenes Vermögen und schenkte häufiggroße Reichthümer und ganze Haufen von Geld den ihn umgebendenSchmeichlern. Der Völlerei und Trunkenheit war er so leidenschaftlichergeben, daß er bei den Zechgelagen seines Verstandes und seiner Sinnenicht mehr mächtig war, und in dem Zustande der Trunkenheit Befehlgab, worüber er am andern Tage, wenn er wieder nüchtern war, Reueempfand, (k.) Er ließ im Trünke und in der Schwelgcrei keinem denVorzug und erwies stch gegen seine ganze Umgebung Befehlende so-wohl als Gehorchende als ein Lehrer des Lasters. Dadurch bewirkteer, daß das Heer in jeglicher Schwelgerei und Ausschweifung verweich-lichte, die Statthalter und KriegShauptleute aber, die so zu sagen, mitihm tyrannistrten, lud er zur Räuberei und Habsucht gegen Unterthanenein. Wozu soll ich von den wollüstigen Schandthaten dieses Menschenerzählen? Wozu die Menge derer herrechnen, welche zum Werkzeug seinerLüste dienen mußten? Es war ihm nicht möglich, durch eine Stadt zugehen, ohne daß er nicht auf jegliche Weise Frauen entehrt oder Jung-frauen entführt hätte. Und wirklich gelaug ihm dieß bei allen, nurnicht bei den Christen, welche den Tod nicht fürchteten und die seineTyrannei, so groß sie auch war, für Nichts achteten. Denn die Män-ner erduldeten den Tod durch Feuer, Schwert und Annagetung, durchVersenken in die Meeresriefen und durch wilde Thiers, sie erduldetendas Abhauen der Glieder, das Brenneisen, das Ausstechen und Heraus-reissen der Augen und Verstümmelungen, überdies; Hunger, Arbeit inden Bergwerken und Fesseln, aber sie wollten doch bei allen diesen lieberzeigen, was sie für ihre Religion zu erdulden im Stande wären, alsdaß sie die Verehrung des wahren Gottes mit der Verehrung der Götzenvertauscht hätten. Auch die Weiber nicht minder, als die Männer, vonder Lehre des göttlichen Worts gestärkt erduldeten theils dieselben Kämpfe,wie die Männer und trugen denselben' Siegespreis der Tugend davon,theils übergaben sie, wenn sie zur Schändung weggeschleppt wurden,lieber ihr Leben dem Tod, als ihren Körper der Entehrung. Unter allenFrauen, welche dem Maximums zur Befriedigung seiner Lust hatten

st) Auch der Auszug des Aurclius Victor c. 40. berichtet von Maximmus:Im Au-stande der Trunkenheit seiner Sinne nicht mehr mächtig, gab er oft harte Befehle," setztjedoch hiczu: voll Reue darüber verordnete er, daß die Bollziehung derselben bis auf dmfolgenden Morgen, wann er nüchtern scy, aufgeschoben werden solle.

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