Aurelianus. Jahr Christus 271. Dionystus. 273und überführte ihn, so sehr er auch sich verbergen wollte, Malchion, einkenntnißreicher Mann und namentlich Vorsteher der zu den griechischenUnterrichtsanstalten gehörigen Sophistenschnle zu Antiochia, aber auch zu-gleich wegen der außerordentlichen Reinheit seines Glaubens an Christuseiner Presbytcrstelle bei der dortigen Gemeinde für würdig gehalten.Dieser stellte eine Disputation mit Paulus an, welche von Gcschwind-schreibcrn nachgeschrieben wurde und welche, wie wir wissen, noch jetztzu haben ist, und war der einzige unter allen, welcher diesen Mann,so versteckten und trügerischen Sinnes er auch war, in seiner Blöße dar-zustellen vermochte.
Dreißigstes Hauptstück.
Von dem Briefe der Bischöfe gegen Paulus.
Die versammelten Bischöfe verfaßten nun nach gemeinsamem Be-schlüsse ein Schreiben an den römischen Bischof Dionysius und an denalexandrinischcn Maximus, und schickten dasselbe in alle Provinzen. Siesetzten darin jedermänniglich ihre Bemühungen auseinander und gabenvon der verkehrten Heterodoxie des Paulus und von den Widerlegungenund den Fragen, welche sie gegen ihn aufgeworfen, so wie von seinemganzen Lebenswandel und Charakter Nachricht. Es dürfte nicht unpassendseyn, aus demselben für die Nachwelt folgende Stellen meinem Geschichts-werke einzuverleiben: „Dem Dionysius und Maximus und allen unfern,,Mitdienern auf der Erde, den Bischöfen, Presbytern und Diakonen„und der ganzen allgemeinen Kirche unter dem Himmel wünschen Helenus,„Hymenäus, Theophilus, Theoteknus, Maximus, Proklus, Nikomas,„Aelianns, Paulus, Bolanus, Protogenes, Hierax, Eutychius, Theo-doras, Malchion und Lucius, so wie alle übrigen, die nebst uns Bi-schöfe, Presbyter und Diakonen in den Städten und Gegenden in der„Nähe sind und die Gemeinden Gottes, als unfern geliebten Brüdern„in dem Herrn, allen Segen." Bald darauf fahren sie weiter also fort:„Wir haben zugleich an viele auch weit entfernte Bischöfe geschrieben und„sie eingeladen, diese verderbliche Lehre heilen zu helfen, namentlich auch„an den Bischof Dionysius in Alexandrien und den Bischof Firmilianus„in Kappadvcien, seligen Angedenkens. Der crstere schrieb nach Antiochien„zurück, würdigte aber weder den Urheber des Jrrthnms eines Grußes,„noch richtete er den Brief an ihn, sondern an die ganze Gemeinde. Eine„Abschrift von demselben folgt hier. Firmilianus aber war zweimal nach„Antiochien gekommen und hatte, wie wir, die wir dabei gewesen sind,„wissen und bezeugen, und wie es auch noch viele Andere mit uns wissen,„seine Neuerungen verdammt; wie aber Paulus seine Meinung zu ändern„versprach, so glaubte und hoffte Firmilianus, die Sache könne ohne„einigen Nachtheil für die Religion in Richtigkeit gebracht werden undEusebius Kirchcngcschichte. Ig