Gallus und Volustanus. I. Chr. 252. Kornelius. ^ 21?diese Zeit starb Origenes nach zurückgelegtem 69stem Jahre seines Alters.In einem Briefe an Hermannon äußert sich Dionysius über Gallus folgen-dermaßen: „Aber auch Gallus sah daS Schlechte von Decius nicht ein,„noch bemerkte er, was jenen gestürzt hatte, sondern er stieß an eben den-„selben Stein, der ihm vor Augen lag, an. Denn da seine Regierung„glücklichen Fortgang hatte und ihm Alles nach Wunsch von Statten ging,„so schickte er die heiligen Männer, welche für seinen Frieden und für seine„Gesundheit zu Gott beteten, in die Verbannung. Er verfolgte demnach„zugleich (l) mit diesen die Gebete für seine Person." So viel Dionysiusvon Gallus.
Zweites H a u p t j't ü ck.
Was für Bischöfe damals zu Rom gewesen.
Nachdem in der Stadt Rom Kornelius gegen drei Jahre das Bis-thum iune gehabt hatte, (2) so wurde Lucius sein Nachfolger; dieser ver-waltete aber nicht volle acht Mvnaie dieses Amt, als er starb und diebischofliche Würde dem Scephanus hinterließ. An diesen Stephauus hatDionysius seinen ersten Brief von der Taufe gerichtet. Es hatte sich nämlichdamals ein nicht geringer Streit über die Frage erhoben, ob man diejeni-gen , die sich von irgend einer Ketzerei bekehrten, durch die Taufe reinigensolle. Denn es war ein alter Brauch gewesen, daß man sich bei dergleichenLeuten bloß des Gebetes mit Auflegung der Hände bediente.
Drittes Hauptstück.
Wie Eppriauus nebst den ihm anhängenden Bischöfen zuerst der Meinung gewesen,
daß man diejenigen, welche von ketzerischem Jrrthum zurückkehrten, durch dieTaufe reinigen müsse.
Cyprianus, der Hirte der Gemeinde zu Karthago, war unter den da-maligen Bischöfen der erste, welcher dafür hielt, man dürfe sie nur dannerst, wenn sie durch Taufe von ihrem Jrrthum gereinigt seyen, zulassen.(3)Allein Stephanus glaubte, mau solle sich keine Neuerung gegen den alther-gebrachten Brauch erlauben, und wurde sehr unwillig hierüber.
^ Lucius, 2tstcr Bischof zu Rom. Stephanus, 22stcr Bischof zu Rom. I. Chr. 254.
(1) Andere Kirchcnschriststellcr wissen nichts von einer Christcuverfolgung unter Gallus.
(2) Er wurde vom Kaiser Gallus nach Ccntumcellä sLivitn Veoolü») in Etruricn indie Verbannung geschickt; ein gleiches Schicksal hctraf seinen Nachfolger Lucius.
(3) Man sehe hievon unter den Briefen Cyprians den 64sten, Elsten u. ff. Cyprianhielt bekanntlich über diesen Punkt drei Synoden oder sogenannte Concilia zu Karthago.Auf dem ersten waren 6ä, aus dem andern 71 und auf dem dritten 87 Bischöfe. Von demletzter» befinden sich die Akte» uuter den Werken Cyprians. Stroth.
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