232 DeeiuS. Jahr Christus 251. Kornelius.
„Neichen schwer in das Himmelreich kommen. (1) Von den klebrigen aber„folgten Einige der einen, Andere der andern Klasse der Genannten, Andere„fluchteten sich, noch Andere wurden ergriffen. Von den letztern ließen es„Einige bis zu Fesseln und Gefängniß kommen; Andere sich sogar mehrere„Tage lang einkerkern, hernach aber schwuren sie, ehe sie vor Gericht geführt„wurden, dennoch Andere hielten sogar bis auf einen gewissen Grad die„Martern aus, bis endlich auch sie abschwuren. Allein die festen und seligen„Säulen des Herrn, gestärkt durch ihn und eine des starken Glanbens in„ihnen würdige und demselben entsprechende Kraft und Standhaftigkeit em-pfangend, wurden bewunderungswürdige Zeugen seines Reiches. Der erste„derselben war Julianus, ein an der Fußgichc leidender Mann, der weder„stehen, noch gehen konnte. Dieser wurde mit zwei andern, welche ihn„trugen, hergebracht. Der Eine derselben verleugnete sogleich. Der Andere„aber, Namens Kronion, mit dem Beinamen Ennus, und der alte Julia-„nus selbst bekannten den Herrn, worauf sie durch die ganze, bekanntlich„sehr große Stadt auf Kameelen herumgeführt, auf denselben sitzend gegeißelt„und zuletzt in einem heftigen Feuer im Beiseyn dcS ganzen Volkes, das„herumstand, verbrannt wurden. Ein Soldat, Namens Besses, war, als„sie zum Tode abgeführt wurden, ihnen zur Seite und hielt die ab, die ihre„Rohheiten au ihnen ausüben wollten. Da schrien alle wider ihn, und der„mannhafte Streiter Gottes ward auch vor den Nichrerstuhl geführt und,„nachdem er in dem großen Kampfe für die Religion als tapfer sich erwiesen,„enthauptet. Ein Anderer, von Geburt ein Libyer, ein wahrer Selig, (2)„dem Namen, wie der Verheißung nach, konnte, ungeachtet der Richter„ihn mit vielen Worten zur Verleugnung zu bewegen suchte, nicht dazu„gebracht werden, sondern ließ sich lebendig verbrennen. Auf sie wurden„EpimachuS und Alexander, nachdem sie lange im Gefängnisse ausgehakten„und nachdem sie mancherlei Schmerzen, Schneiden und Geißeln erduldet„hatten, ebenfalls verbrannt. Mit ihnen erlitten vier Frauenzimmer den„Tod. Die heilige Jungfrau Ammonarion wurde, nachdem sie der Richter,„der durchaus seinen Willen haben wollte, aufs Heftigste hatte foltern„lassen, weil sie vorher erklärt hatte, sie werde nichts von dem sagen, was„jener befehlen würde, und diesen ihren Worten treu geblieben war, zum„Tode geführt. Die klebrigen aber, die ehrwürdige Matrone Merkuria,„die an Kindern reiche, aber dieselben nicht mehr als den Herrn liebende„Dionysia und eine andere Ammonarion wurden, da der Statthalter sich„nun schämte, sie vergeblich noch martern und sich von Weibern überwinden„zu lassen, bloß mit dem Schwerte hingerichtet, ohne eine weitere Folter„bestehen zu müssen. Denn die Vorkämpferin Ammonarion halte sie für„Alle erduldet. Hierauf wurden die Aegyptier Heron, Ater und Thidvrus
(1) Matth. 19, 23.
(2) Um das Wortspiel auszudrücken, muß der Eigenname Makar so übersetzt werden.Der Ausdruck: der Verheißung nach, bezieht sich auf die Worte Christi: Selig seydihr, wenn euch die Leute um meines Namens willen verfolgen. Stroth.