Kommodns. Jahr Christus 4SI. Victor.^ 1K!>von verschiedenen Abhandlungen, worin er des Briefs an die Hebräer undder sogenannten Weisheit Salomos gedenkt und einige Stellen darausanfuhrt. Dieß sind die Schriften des Irenaus, welche zu unserer Kennt-nis; gelangt sind. Nachdem Kommvdns 1Z Jahre lang regiert hatte, wurdePertinax sein Nachfolger, ans welchen nicht ganz sechs Monate nach demTode deö KommoduS Severus Kaiser wurde.
Siebcnnnd)wan)iZlies Sanptstück.
Was für Schriften wir auch noch von den übrigen damals blühenden Männern haben.
Auch von andern alten Kirchenschriftstellern der damaligen Zeit habensich noch bis jetzt bei manchen sehr viele Denkmale ihres redlichen Fleißeserhalten. Die Schriften derer, welche wir davon näher kennen gelernthaben, sind die Bücher des Heraklitns über die Briefe Pauli, die Bücherdes Marimus über die bei den Ketzern so viel besprochene Frage „Woherdas Böse und über das Erschaffenseyn der Materie," ferner die Schriftendes Kandidus über die Schöpfungsgeschichte und des Apion über denselbenGegenstand, so wie des Sertus über die Auferstehung und eine andereSchrift des Arabianns nebst den Büchern vieler andern, von welchen wiraus Mangel an zureichenden Gründen weder die Zeit hier angeben, nochetwas daraus anführen können. Auch haben sich Schritten von sehr vielenAndern erhalten, von welchen uns nicht einmal die Angabe der Namenmöglich ist. Es sind dies; zwar Schriften von recht gläubigen Männernder Kirche, wie von jedem die Auslegung der heiligen Schrift beweist,allein sie sind uns gleich wohl nicht weiter bekannt, weit ihnen der Nameihrer Verfasser fehlt.
Achtundzwan)igstes H auptstnck.
Bon den ersten Anhängern der Ketzerei des Arterien, wie ihr Charakter beschaffengewesen und wie sie sich die heilige Schrift zu verfälschen untcrwnnden.
In einem gegen die Ketzerei des Artemon, welche Paulus von Samo-sata(1) zu unfern Zeiten wieder zu erneuern versucht hat, gerichteten Buchedieser Männer (2) findet sich eine Erzählung, welche sich für unsere vor»
" I. Eh. 193. Pertinar. Julianus. Severus I. Eh. 194.
(r) Hauptstadt von Kommagcnc, der nördlichsten Provinz Syriens, berühmt als Ge-burtsort des Spötters Lucianus.
(2) Man hat verschiedene Bemühungen angewandt, um den Namen des Verfassersdieses Stücks zu finden und Einige halten den römischen Acltesten Kajus dafür. Etwassonderbar ist es doch, den Verfasser eines Buchs wissen zu wollen, den Eusebius, wie erausdrücklich sagt, selbst nicht wußte. Es war derselbe Fall oben Hauptst. 16. bei demantimontanistischcn Fragment. Ucbrigcns merke ich nur an, daß Eusebius hier die Er-zählung von der Ketzerei des Artemon noch zu früh anbringt, indem sie wenigstens spätunter dem Zcphyrinus hätte gesetzt werden müssen, da der Verfasser dieses Fragments nachden Zeiten des Zcphyrinus geschrieben, wie aus dem Folgenden offenbar ist. Da indessenThcodotus hier als der Stifter dieser Sekte oder doch als ein Mann, der dieselbe Lehregehabt, aufgeführt wird, und er zu, den Zeiten Victors seine Nolle spielte, so hat Eusebiusvcrmuthiich dcßwegcn die Geschichte hier erzählt. Stroth.