l3i) M. Aurolins u. L. Verus. I. Ch. 168. A'nicetus.„puS und der zwölf Andern aus Philadelphia, welche mit ihm den Märty-„rertod erlitten haben. Doch seiner wird allein von allen vorzüglich ge-dacht, so daß auch die .Heiden überall von ihm sprechen." Eines solchenEndes nun ist Polykarpus, dieser außerordentliche apostolische Mann, fürwürdig erfunden worden nach der Erzählung der Brüder der Kirche zuSmyrua, wie sie solche in dem augeführten Briefe niedergelegt haben.Eben diesem von Polykarpus handelnden Briefe ist auch die Erzählung vonnoch andern Märtyrcrthümern beigefügt, welche in demselben Smyrua zuderselben Zeit, wo Polykarpus endete, stattgefunden haben. Unter Andernstarb auch Metrodorus, der für eineu Presbyter der Sekte der marcioniti-schcn Irrlehrer gilt, den Feuertod. Ein sehr berühmter Märtyrer wardamals auch ein gewisser Piouius.(l) Wer die einzelnen Bekenntnissedieses Mannes, die Frcimüthigkeit seiner Worte, seine Vertheidigung desGlaubens vor Volk und Obrigkeit, seine belehrenden öffentlichen .Neben,seine freundlichen Erinnerungen an die zur Zeit der VerfolgungErlegeuen und seine Trostworte an die ihn im Kerker besuchendenBrüder kennen lernen, so wie wissen will, welche Martern und welcheSchmerzen er ausgestanden, wie er ans dem Scheiterhaufen angenageltworden und welche Standhaftigkeit er auf demselben bewiesen und was fürein Ende er nach allen diesen außerordentlichen Anstritten genommen, denverweisen wir auf eine dieses Alles umständlich erzählende Darstellung,welche wir unserer Sammlung der älteren Märtyrergeschichten (2) einver-leibt haben. Ferner sind noch Nachrichten von Andern vorhanden, welchein PergamuS in Asien Märtyrer geworden sind, nämlich von Karpus undPapylus und von einem Weibe, Namens Agothvnike, welche nach sehrvielen herrlichen Bekenntnissen ein glorreiches Ende genommen haben.
S echsz e h u t e s H a u p L st ü ck.
Wie Iustinns, der Philosoph, in der Stadt Rom die Lehre Christi gepredigt undein Märtyrer geworden.
Um eben diese Zeit wurde auch der kurz zuvor von uns angeführteJustinuS, nachdem er seine zweite Schrift (Z) zur Vertheidigung unsererReligion den erwähnten Kaisern übergeben, mit einer herrlichen Märtyrcr-krone geschmückt. Sein Ende war durch die Nachstellungen des PhilosophenKreseens, dessen Leben und Charakter dem von ihm geführten Namen eines
(1) Eusebius irrt sehr, wenn er glaubt, daß die hier Genannten unter der Regierungdes M. Aurclius Märtyrer geworden, da doch aus ihren Akten erhellt, daß dicß erst unterder Regierung des Decius geschehen sey. Valesius.
(2) Eusebius hatte nämlich ein -Buch unter diesem Titel herausgegeben, das nocheinigemal von ihm in seiner Kirchcngcschichte angeführt, aber leider verloren ist. Schonzu Gregors des Große» Zeiten im Anfange des 7ten Jahrh. konnte es weder in einer derBibliotheken Roms noch in Alcrandria gefunden werden.
(3) Diese wird in den gewöhnlichen Ausgaben des Justinus die erste genannt.