II» Adrianus. Jahr Christus Ii7—120. Alexander.*»der Erlöser auf Erden weilte, sondern sie lebten auch nach seinem Hingänge»noch eine geraume Zeit, so daß Einige derselben auch bis auf unsere Zeitengekommen sind." So viel von Quadratus. Auch Aristides, ein rechtschaf-fener Manu unter unfern Glaubensgenossen, hat eine Schutzschrift für denchristlichen Glauben (1) hinterlassen, welche er, wie Quadratus, dem KaiserAdrianuö zueignete. Auch diese Schrift ist noch jetzt bei sehr vielen zu finden.
Viertes Hauptstück.
Was für Bischöfe in Rom und Alexandrien unter diesem Kaiser gewesen.
Im dritten Jahre der Negierung des Adrianuö starb Alexander, derBischof von Rom, nachdem er zehn Jahre lang an der Spitze der Gemeindegestanden hatte. Sein Nachfolger wurde st'ystus. (2) Um eben diese Zeitverschied auch Alexander, der Bischof zu Alexandrien, im zwölften Jahreseiner Amtsführung, worauf Justus Bischof daselbst wurde.
Fünftes Hanptstück»
Was für Bischöfe in Jerusalem von den Zeiten des Erlösers an bis auf den Kaiser' Adrianus gewesen.
Die Zeit, wie lange jeder von den Bischöfen in Jerusalem sein Amtverwaltet hat, habe ich nirgends aufgezeichnet finden können. Sie sollenindessen alle nur eine sehr kurze Zeit in ihrer Würde gelebt haben. Soviel ist mir aber doch aus schriftlichen Urkunden bekannt, daß bis zur Un-terdrückung der Juden unter AdriannS 15 Bischöfe (3) nach einander daselbstgewesen sind, welche sämmtlich von Geburt Hebräer gewesen seyn und dieErkenntniß Christi rein bewahrt haben sollen, daher sie denn auch vonMännern, denen ein Urtheil darüber zusteht, des bischöflichen Amtes fürwürdig erkannt wurden. Denn die ganze Kirche bestand damals aus gläu-bigen Hebräern und dieß von den Zeiten der Apostel an bis zu dem derma-ligen Kriegs, in welchem die Juden wiederum abgefallen waren von denRömern und in mehreren gewaltigen Schlachten bezwungen wurden. Danun damals die Bischöfe aus der Beschncidung aufhörten, so dürfte es hiernicht überflüssig seyn, sie von d-.'m ersten an herzuzählen. Dieser war Ja-kobus , der Bruder des Herrn genannt, der zweite Symcon, der dritte Ju-stus, der vierte Zachäus, der fünfte Tobias, der sechste Benjamin, der
"Adrianus. I. Chr. 120. Ziystus, sechster Bischof zu Rom.
(1) Nach llv Ii, tluiüoliöre ^tlienes ancionnes et nnuvoües, Nons 1076, p. 146,war diese noch zu seiner Zeit in dem Kloster Madelli bei Athen aufbewahrt. Hieronymussagt von dieser Schutzschrift des Aristides, sie scy das Muster gewesen, welches JustinderMärtyrer nachgeahmt habe.
(2) Er wird in den lateinischen Verzeichnissen der Päpste gewöhnlich unter dem NamenSixtus I. aufgeführt. Stroth.
(3) Wahrscheinlich bei der Zerstreuung der Gemeinde mehrere gleichzeitig.