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der altern, noch unserer Zeit Belege aus denselben angeführt hat. Ichwerde es im Verlaufe meiner Geschichte mir angelegen seyn lassen, nebstden Nachfolgen der Kirchcnvorsteher zu bemerken, welche Kirchenschriftstellersich von Zeit zu Zeit bestrittener Bücher bedient haben und was diese fürgewesen sind und was sie von den kanonischen als echt geltenden, so wievon den als nicht echt angenommenen gesagt haben. Jndesi von den denNamen Petri führenden Schriften , von welchen nur ein Brief echt und alsvon den Alten allgemein anerkannt bekannt geworden ist, genüge das Ange-führte. Die Ist panlinischcn sind offenkundig und gewiß von dem ApostelPaulus; indes; muß doch billig bemerkt werden, daß einige den Brief andie Hebräer ihm absprechen, wobei sie sich auf die römische Kirche berufen,welche ihn als nicht paulinisch bestreite. Auch das, was von diesem dieAeltern geurthcilt haben, werde ich zu seiner Zeit anführen. Ueberdießhabe ich auch die sogenannten Thaten Pauli nicht unter den unbestrit-tenen gefunden. Da derselbe Apostel unter den Grüßen (1) am Ende seinesBriefes an die Römer neben andern auch des Hermas gedenkt, welcherVerfasser des Hirten(2) seyn soll, so will ich dabei erinnern, daß auchdiese Schrift von einigen angefochten wird, deretwegen sie nicht wohl unterdie allgemein angenommenen gerechnet werden dürfte, daß aber andere die-selbe, insonderheit denjenigen, welche in den Anfangsgründen des Christen-thums unterrichtet werden sollen, für unentbehrlich ansehen. Sie wirddaher nicht nur, wie uns bekannt, in den Kirchen öffentlich gebraucht, sondernich habe auch gefunden, daß die ältesten Kirchenschriftstellcr sich ihrer bedienthaben. Dieß mag zur Belehrung über die unbestrittenen und über die nichtallgemein als echt angenommenen göttlichen Schriften für jetzt genug seyn.
Viertes H a n p t st u ck.
Von der ersten Nachfolge der Apostel.
Daß nun Paulus bei seiner Verkündigung des Evangeliums unter denHeiden den Grund zu den Kirchen in der Runde herum von Jerusalem bisJllyrikum gelegt hat, dürfte sich aus seinen eigenen Worten und den in derApostelgeschichte des Lukas enthaltenen Nachrichten ergeben. In welchenProvinzen aber Petrus denen aus der Beschneidnng Christum verkündigtund das Wort des neuen Bundes gelehrt hat, dieß möchte aus seinen eigenen
(1) Römcrbr. 16, 14.
H2l Diese von jeher sehr ungleich beurtheiltc Schrift ist, außer einigen griechischenBruchstücken, nur in einer lateinischen Ucbersctzung noch vorhanden; es ist aber ziemlichwahrscheinlich, daß sie nicht von Hcrmas, dem Freunde der Apostel, sondern von einemandern Hermas im zweiten Jahrhundert, dem Bruder des römischen Bischofs Pius I., ver-faßt ist, wiewohl sie selbst für eine Schrift des Rom. 16, 14. angeführten Hcrmas geltenwill. Ihren Titel hat sie daher, weil unter andern himmlischen Erscheinungen namentlichein Engel in Gestalt eines Hirten darin auftritt, der dem Hcrmas Vorschriften, Anwei-sungen und Belehrungen erthcilt.