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Kirchengeschichte
Entstehung
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XII
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XII Leben und Schriften des Eusebius.

Lehre dieses großen Kirchenlehrers bekannt machte. Mir der Zeit bildete sichzwischen Eusebius und dem letzter» gelehrten, für die Wissenschaft eifrig einge-nommenen Mann die innigste nur durch denTod gelöste Freundschaft, derenEinstnß schon dadurch vortheilhaft ans Eusebius und das Christcnthnm seynmußte, daß sie ihm die Möglichkeit und Gelegenheit verschaffte, die vonPamphilns angelegte ansehnliche Bibliothek zu seiner weitern gelehrtenBildung zu benützen. Als PamphiluS im 5ten Jahre der dioklctianischenVerfolgung (307) in das Gefängniß geworfen wurde, so besuchte ihnEusebius nicht nur immer während der zwei Jahre, welche jener darin zu-bringen mußte, sondern schrieb auch darin gemeinschaftlich mit ihm diefünf ersten Bücher der Apologie für Origcnes. Eusebius bewies gegenPamphiluS eine so standhafte Treue, daß er selbst seiner Hinrichtung an-wohnte, seinen eigenen Namen dem des Pamphilns beisetzte, (daherEusebius Pamphili, nämlich Freund) und bei jeder Gelegenheit mitinniger Liebe und hoher Achtung in seinen Schriften desselben erwähnteund sein Leben in drei Büchern beschrieb. Ein schönes Denkmal hat erihm namentlich im Ilten Hauptstück der Schrift von den Märtyrern inPalästina gesetzt. Während der erwähnten Verfolgung war Eusebiusbereits Lehrer; denn im dritten Jahre derselben (305) starb einer seinerSchüler, Apphicanus, den Märtyrertod. Noch wüthete dieselbe, alsEusebius, ans uns unbekannten Gründen, sich nach Aegypten begab, woer Augenzeuge der gegen die Christen angewandten furchtbaren Marternwar. Nachdem der Vcrfolgungssturm vorüber war, wurde Eusebius vomPresbyter zum Bischof von Cäsarea erwählt, in welchem Jahre aber, istungewiß, doch muß es vor 315 geschehen seyn, weil wir ihn in diesemJahre als Bischof bei einer Kirchweihe zu Tyrus finden; denn daß Eu-sebius es gewesen, der die in seiner Kirchengeschichte 10, 4. angeführteRede gehalten, unterliegt keinem Zweifel. Im I. 317 brach zu Alexan-drien der bekannte arianische Streit aus. Arius nämlich, Presbyter indieser Hauptstadt, hatte behauptet, daß der Logos einst durch deu gött-lichen Willen aus nichts geschaffen sey, erstes Geschöpf und Weltschöpfer,daher allerdings Gott zu nennen, doch abhängig vom Vater. SeinBischof dagegen behauptete, daß der Logos von Ewigkeit her aus demWesen Gottes gezeugt, daher Gott vom Gotte dem Vater gleich sey.Arius wurde abgesetzt und aus der Gemeinde verstoßen. Er wandte sichnun an Eusebius, an Paulinus, Bischof zu Tyrus und an Patrophilns,Bischof von ScythopoliS. Diese baten den Alexander schriftlich, ermöchte den Arius wieder aufnehmen und Versammlungen des Volkshalten lassen. Der alex. Bischof aber suchte sein Betragen nicht nurdiesen Männern gegenüber, sondern auch gegen viele andere Bischöfe zurechtfertigen. Man nahm immer mehr für Arius oder Alexander Partei.Die Gährung stieg und verbreitete sich immer weiter, trotz der noch-maligen Ermahnungen Konstantins zu Aufgebnng einer nach seiner