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1 (1921) Die vorrömische Zeit
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andere übernommen wurden. Das ist eben durch die geographischenGrundlagen bedingt, wobei die Störungen durch Völkerverschiebungensich meist alsbald wieder ausgleichen.

Die Karte Tafel 10 zeigt uns, daß die fruchtbaren Ebenen und Ab- .dachungen des Rheintals, des Neckars, Mains und der Mosel, abgesehenvon den engen, humuslosen Stellen zwischen Bingen und Oberlahnsteinoder Neckargemünd bis Binau, zwischen Miltenberg und Wertheim u. a.,durch alle Perioden hindurch ununterbrochen besiedelt waren, dichteroder loser, je nach den Zeitumständen, während die umrahmendenWaldgebirge nur an wenigen vorgeschobenen Punkten und nur in ein-zelnen Zeiträumen von Jäger- und Hirtenstämmen betreten wurden. Aus-gedehnte Rotsandsteinflächen und Keuperhöhen erscheinen fast inallen Perioden menschenleer, es müßten denn besondere Veranlassungenhistorischer oder lokaler Art zum Anbau genötigt oder angereizt haben.

Wenn im unteren Main- und Neckartal wie an der Moselmündungund im anschließenden Hügellande die Zahl der ständig bewohnten Ört-lichkeiten sich besonders mehrt, so ist neben der Fruchtbarkeit dieserGegenden auch der Umstand in Betracht zu ziehen, daß hier viele be-deutende Völkerstraßen zusammenlaufen, die aus der Ferne immer wiederneue Völkerschwärme an diesen Punkten gewissermaßen sich anstauenließen.

Daß diese Kontinuität, sei es der Wohnstelien, sei es der Siedelungs-flächen, ein Hauptfaktor jeden Kulturfortschritts war, der bei längerenUnterbrechungen nicht recht aufkommen konnte, darf danach als einesichere Tatsache betrachtet werden, die auch bei Grabungen immerwieder berücksichtigt werden muß.

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4bb. 59. Rheinübergang bei Heidenfahrt.