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3. Die S t u f e v o n W i e s o p p e n h e i m - D ii h r e n - M a n c h i n g(T ;j ), mit langen Eisenschwertern, Flügelschildbuckeln, Qlasringen, Fibelnmit auf dem Bügel aufliegenden Fußende, Fußschalen usw. Meist Flach-gräber, Beginn des Leichenbrands. Etwa 300—100 v. Chr. („mittlere La-Tene-Zeit“).
4. Die Stufe von Nauheim und Basel (T 4 ), mit eisernenLangschwertern, eisernen oder bronzenen Scheiden, runden bzw. spitzenSchildbuckeln, Qlasringen, Fibeln mit geschlossenem Fuße, eimerförmigen,bisweilen bemalten Tongefäßen. Brandflachgräber, auch mit niedrigemHiigelaufwurf. Etwa 100 v. Chr. — Chr. Geburt („späte La-Tene-Zeit“).
Die ethnologischenVerhältnisse werden nunmehr klarer;bestimmte Völkernamen treten auf. Als gesichert können betrachtet wer-den: auf dem linken Rheinufer, von Süden nach Norden aufgezählt, dieSequani, Mediomatrici, Treveri und verschiedene andereStämme der B e 1 g a e , deren Eigenart gegenüber den Celtae-Galli undAquitani hauptsächlich durch die hallstättische Einwanderung und Kultur-wirkung vom Rhein her veranlaßt ist. Die Sequani saßen nach ihremNamen ursprünglich an der oberen Sequana (Seine), die Mediomatrikerwohl an der Matrona (Marne), nach anderen an der Matera (Moder), undsind wie die Treveri im Verlaufe der Periode Tj—T 2 nach dem Rhein vor-gerückt, letztere sogar nördlich der Nahemündung noch über diesen hin-aus bis an den Westrand von Taunus und Westerwald. Noch vor diesenStämmen sind die Träger von T, weiter in das Innere Deutschlandsvorgedrungen, bis nach Thüringen die V o 1 c a e und Turones, längsdes Mains bis Böhmen und Mähren wohl die B i t u r i g e s - C u b i, dieaber in Böhmen um 400 den B o i i weichen mußten. In der Oberrheinecke,nördlich etwa bis zur Linie Baden-Baden—Ulm, leistete die Hallstatt-bevölkerung noch längere Zeit tapferen Widerstand, so daß die Gallierhier erst mit Beginn von T 2 festen Fuß fassen konnten, indem die Hel-v e t i i das Land bis zum Main besetzten. Nach Osten schlossen sich ihnenTeile der Boii, Volcae Tectosages u. a. an, deren Grenzen nochnicht genau bestimmt sind. Im großen und ganzen bestätigt sich demnachdie alte gallische Wandersage, die bei Livius, Justin u. a. überliefert ist,daß zurzeit des Tarquinius Priscus von dem Könige der Bituriges infolgevon Übervölkerung ein ver sacrum ausgeschickt worden sei, unter Sigo-vesus nach dem hercynischen Waldgebirge, unter Bellovesus nach Italien,wenn auch verschiedene allmähliche Wanderungen unter einem Gesichts-punkt zusammengefaßt sind. Eine Ausbreitung der Gallier von Osten nachWesten, wie namentlich O. Tischler früher meinte, ist nach unseremheutigen Wissen völlig ausgeschlossen (vgl. auch Mainzer Ztschr. II,1907, S. 16).
Mischkulturen, wie die iberisch-keltische in Südfrankreich, dierätisch-keltische im Tessin, die illyrisch-venetisch-keltische in den Ost-
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