Send - Schreiben.' zc>7
lin gehabt, ist mit i'Keoäone Hertzoge der Bayern gegen die Römer zuFelde gezogen, und hat mit Hertzog i^mione im Closter gesprochen. Obnun wohl dieses nicht mit so vielen Zweiffels und Chronologischen Knoten,als die von rvagenseil und Möllern verfaßte Ledens Beschreibung desHeiligen 8edMi verbunden ist, so würde doch das gebrauchte pei-Mdem--,idl-cur, äicitur, man sagt, nicht verhindern, daß andere sagten, das ist rechtLdlürä geredet und gesprochen: Weilen in Dingen, die unrecht, unmöglich,ungeraumt, und gar nicht beysammen stehen können, es nicht brauchlich,daß man spricht, wann sie erzehler werden, man sagt; sondern es heißt insolchen Fallen, es ist nicht wahr. Dieses ist eben die Ursach gewesen, wa-rum ich mit einigen Eyfer gegen beyde Herren llroselldies geeiffert, daß sieals sonst gelehrte Manner diese Umstände nicht in genauere Untersuchunggezogen. Inzwischen habe ihnen an ihrer Ehre dadurch nichts benehmenwollen, und thue es auch noch nicht. Daß aber Magenftt! in kommen-tatione äe (livitate Noi'idei-Aenü, p. 37. gleichsam ZUM pi'üno pi'inLipio coZ-nolcenäi führet! Lit zpuä re llonor anriquirnci, llr inKentiduz lliekis, üt sadu-
Iis quoguL-, Deme sich der des Send-Schreibens confolmi! et, undihme solches nachschreibt; ich hingegen anderer Meynung bin, da kan mirnun nicht helffen, weil zu meinem Entzweck, gleichwie in allen, also auch inUntersuchung derManenftilluud Mollerischen Lebens Beschreibung, dieWahrheit, nicht abessFabeln gestellet.^ Habe ich mich dann nun durchdiese Untersuchung gegen jemanden schädlich unbillig, boshaffrig und lä-cherlich aufgeführet? Uiluni teneati8 amic.i! Ja, wann ich mit dem Tutorein der Society derFabel-Schmidte wäre, so könnte ich freylich dessen be-schuldiget, und gefaget werden, ich hätte mich an denen Carmen und Gese-tzen der Fabelmacherey versündiget; indem ich aber dieser Zukunsst nichteinverleibet zu werden gesonnen bin, ficht mich dieses alles nicht an.
§. xvi. ^
Was der ferner vom Bücher-Schreiben gedencket, gibt nichtanders, als seinen prui'itum contmäicencü ealumninnäi zu erkennen. Ichkönnte, wann ich wollte, ihm zeigen, daß ich nicht nöthig hätte nieine Le-bens Zeit nur einen Bogen in seiner angeblichen Absicht abzufassen, wo-fern mich nicht die Liebe zum smäio niiwi ico dahin triebe, und meine ver-mählen obhabende Pflichten mich darzu ermahneten. Es haben sehr vie-le berühmte Manner, auch viele Standes Personen, in denen vorigenZei-ten sich gefunden, und unsere jetzige Zeiten stellen derselben auch nicht we-
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