MM.
§. I-
.Ann der geneigte Leser das erste Kapitel dieses Bu-ches, und in demselben 139. die vonThü-rtngen, und wiederum 59. dergleichen die von Erstfurt, als der Haupt-Stadt in diesem Lande alleingeschrieben, erflehet, so mögte derselbe billig aus-rüsten und sagen: O, welch eine entsetzliche Menge Geschicht-Schreiber nur von einem cintzigen, und nicht allzugrossem Lan-de! und darbey sagen und fragen: Was braucht es dann beyso bewandten Umstanden Iliaclc8 lcrib>Lre, dasist, nach so vielen allschon vorhandenen Khronicken von Thürin-gen eine neue zu schreiben?
§. Ii.
Diesem allen ungeachtet, sage ich doch, daß wir der Zeitnoch keine vollständige, echt und rechte Historie von Thüringenhaben. Wer es nicht glauben will, der lese nur die vornehm-ste Thüringische Ahronicken durch, und wann er damit fertig, sosage er mir seine Meynung. DessenKopst wird wohl mit man-cherlei) Meynungen, auch vielen Fabel-Werck angefüllet seyn;er aber selbst wird nicht wissen, was er vor wahr oder falsch,recht oder unrecht halten sott; wie er dann sonst auch nach vie-
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