552 Das V. Capitel,
machen, und sie drey Tage aufzuhalten, das aber im blachen Felde wohlnicht angegangen seyn wurde.
Es ist hierinnfatts Caspar Zlbel auch unrecht daran. Ich habe be-reits gemeldet, daß die Thüringer zweymahl mit denen Francken geschlagen,und das drittemahl in der Vestung, wohin sich ihr König rem-irt hatte,nächtlicher Weile von denen Sachsen übersatten worden. Bey dem zwey-ten Tressen nun wird erst des Ortes Ronneburg gedacht. Dieses mußnun ohnweit der Unstrutgelegen seyn, denn vi-eMi-ws und die
«Zetta tti-alicvl'um) wie auch Nttticttmäus saget, König Hermenfried sey mitseinerArmee gegen dieUnstrut gefiüchtet; und nach dem Treffen, sagen sie,rs wären so viel Thüringer in der Unstrut ersoffen.
§. XXXVI.
Einige wollen das heutiges Tages den: Hochfürstl. Hause Gotha ge-hörige Schloß und Amt Tenneberg vor das Schlacht-Feld, auf welchemdas vor die Thüringer so unglücklich ausgefallene Treffen geschehen, an-heben. 0) Wann malt aber erwäget, daß ^imoiuus saget: (b) xec äiK-
eile ttttt plurimoz in amuem mei-Zi, cum ttauci poocul ä licoi'e res Aei-eoerur;
es war gar nicht schwer, so viele Thüringer in dem Flusse (Unstrut) zu er-säuffen, indem die Schlacht ohnweit des Ufers dieses Flusses geschähe: sosehe ich auch nicht, wie man dieser Meinung beytreten können, weilen Ten-neberg noch weit von der Unstrut entlegen.
§. XXXVII.
LaZittarius gedencket: (a) Er habe in einem geschriebenen Thürin-gischen Lttronico gefunden, als wann diese Schlacht bey Weissensee gesche-hen: Und da ich in Johann Bangens Thüringischen Chrsnick gleichfals,x .2i .sinde, beyde Krieges-Heere wären bey Ronebevg, oder ^Oeissenseezusammen gekommen, und hätten allda mit einander gestritten, so scheinet
mir
(a) führet c.an, was
in dem lVISto hiervon enthalten, wo die Worte also lauten: Itt cum
Al-avi exercitu apx»ropian8 lei'Mimz'lVuttnAM'um invemr ll-mett'ittum valicla mg'uu excheÄantem iu loco, czui Veuuebel'A clicitur, A committu certamine pu^ua-rum ctt per bicluum, tenia veru ttie vittus ett Irmekriclus.
(d) c.F.
, , , ,s Z' 37.