Von dem Königlichen Regiment in Thüringen» 251
mir diese Meinung der Sache am füglichsten beyzukommen. (v) Denn be-trachte ich so wohl das Schlacht-Feld, als die Uern-acie Königs Hermen-fried nach Scheidingen, so haben beyde mit der Sache eine fügliche Ton-venien?. Die Gegend um Weissensee, wann man die Land-Charten ein-stehet, war vor dem König Hermenfried ein gar beqvemer Ort sein Feld-Lager allda aufzuschlagen, und daselbst seines Feindes zu erwarten: Daaber die Schlacht unglücklich vor ihn: ausfiel, so konnte er sich glücklich undohne einiges Obstackel nach Scheidmge-i, über die Unstrut, welches seinekcMen? damahls mag gewesen seyn, rem-iren. Wie solches alles dieEinsicht in eine Land-Charte von Thüringen klarlich zu Tage legen wird.Wann man aber einwirfft, und saget, es sey doch in dieser Gegend keinOrt, der Ronneburg Heisse; So gebe Zur Antwort: Daß der Oerter nochmehr in Teutschland und anderwärts sind, die von UroiomTv, uomxoniolVleia, Stl-adone und andern Römischen Loi'idenren in ihren Schrissten ge-nennet und angeführet werden, von welchen man doch heutiges Tagesnichts weiß, noch etwas davon mehr übrig stehet. Und also kan es auchmit Ronneburg ergangen seyn.
§. XXXVIII.
Diese so Kugle Schlacht nöthigte den König Hermenfried seinem Fein-de das Feld zu überlassen, und sähe sich dahero genöthiget seine kem-säe zu
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(b) Der ungenanntes/^ der alt und neuen Thüringischen Thronich ist p.z56.auch der Meynung, und schreibet: „Anietzo ist wegen Belagerung dieses Otts (Schei-„dingen) nur dieses zu mercken, daß, nachdem König Hermenfried in der mit gedach-tem König Dietrichen bei) Rameberg oder Weissensee gehaltenen drei) tägigen„ Schlacht :c. „ Ich habe zwar um Weissensee sehr fleißig nachgesucht, ob sich nichtetwa ein Ott finden mögte, welcher eine Anzeige auf Runeberg geben könnte, Habsaber der Zeit noch keinen finden können; Dessen allen aber ungeachtet, lasse mich da-durch noch nicht bewegen, von dieser meiner Meynung abzugehen, weilen es eins be-kannte Sache, daß viele Oerter theils sich gar verlohren, theils auch mit der Zeit gantzandere Namen angenommen, wie ich solches mit vielen Exempeln erweisen könnte,wann es nöthig wäre. Taspar Abel ist gleichfalls dieser Meynung: Denn also schrei-bet er in dem ersten Theile seiner Teutsch-und Sachsischen Alterthümer x>. 471..Es kommt mir gar wahrscheinlich vor, daß dieses Treffen ohnweit Weissensee an demOrte vorgefallen, der davon den Namen Strausfurt bekommen, und mögen die flüch-tigen Thüringer die sich nach Scheidingen rerii-iren wollen, in solcher Tonkulion garleicht, theils in die beyde Seen, theils auch in die daftlbst zusammen lachende FlüsseHelbrunn und Unstrut gejagt worden seyn.