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teutschen Reichs-Provinzen, worin auf ergebene und bereitwillige Bewohner und Kommandanten,besonders in der Festung Landau, gezählt werden konnte, abgeändert und der Angriff durch dieChampagne beschlossen werden musste.
Noch vor dem Ausbruche des Krieges hatte man wohl erwogen, dass für die Erhaltungder Festung Mainz gesorgt werden müsse. In dieser Absicht wurden auf den Vorschlag desdamaligen Gouverneurs, Feldzeugmeisters von Gymnich, 80 000 Stück Pallisaden aus den Forstenim Spessart geholt und in die inneren Werke gesetzt, auch musste der Adel grosse Summen fürdie Instandsetzung der gänzlich vernachlässigten Festungswerke zeichnen. Demungeaclitet wurdebei Eröffnung der, bis in den Monat Julius durch die oben bemerkten Widersprüche verzögertenKampagne beschlossen, das bei Speyer aufgestellte Kaiserliche und preussisehe Observations-Korpsunter dem Kommando des preussischen Generals Prinzen von Hohenlohe und KaiserlichenGenerals Grafen von Erbach mit 2000 Mann von den Mainzer Besatzungstruppen zu verstärken.Alle meine Erinnerungen und Abrathen, dass es gefährlich sei, die Festung von Truppen zu ent-blössen, waren fruchtlos und so wurde dieses Mainzer Militär unter dem Kommando des damaligenObersten und nunmehrigen Generals von Winkelmann mit vielem eitlen Geräusche nach Speyerabgeschickt. Der unglückliche Feldzug nötigte den Pierzog von Braunschweig zum Rückzüge ausFrankreich und erheischte die Notwendigkeit, dass der Herzog zur Deckung seines Rückzugesanfänglich den Prinzen von Hohenlohe und nachher auch den Grafen von Erbach mit ihrenTruppen an sich ziehen musste. Bei Speyer blieben also, angeblich zur Beschützung des daselbstangelegten Magazins nichts als 2 Kaiserliche Bataillone und die Mainzer Truppen zurück. Dieseskleine Korps wurde von dem französischen General Custine bedrohet. Olmgefähr 5 PMge vordessen Aufhebung kam der Reichsquartiermeister, der General Gmelin J ) zu Frankfurt nach Mainzund verlangte mich während der Sitzung des Hofkriegsraths zu sprechen. Er entdeckte mirhierauf die erhaltene sichere Nachricht, dass der General Custine das speyersehe Korps über-fallen und zusamt dem Magazin aufheben würde; ich eilte mit dieser Nachricht in die Sitzungzurück und bemühete mich den General Gymnich von der Notwendigkeit meines Vorschlags zuüberzeugen, dass dem speyerischen Korps unter dem Kommando des Obersten von Winkelmannungesäumt die Ordre müsste zugesandt werden, von dem speyerschen Magazin soviel als möglichin Schiffe einzuladen und solche den Rhein herunter schwimmen zu lassen; der Oberst Winkel-mann dagegen habe mit seinem Korps ungesäumt zurückzukehren. Hierdurch würde die FestungMainz nicht allein verproviantiert, sondern auch mit der so nötigen Besatzung versehen. DerHerr Gouverneur von Gymnich erkannte die von mir mit Lebhaftigkeit geschilderte Gefahr undäusserte unter anderem die Worte: „Wenn ich die Gelegenheit zu einem solchen Coup, wieCustine hätte, ich gäbe 10 Jahre von meinem Leben darum." Allein, er wollte demungeaclitetmit meinem vorgeschlagenen Rückzüge nicht übereinstimmen. Diese Weigerung bestimmte mich,mein Votum zum Protokoll zu diktieren, worauf die höchste Entschliessung erfolgte: „dass mandiesen Truppen keine Ordre zum Abmärsche zuschicken könne, da sie nicht unter dem MainzerKommando stünden!"
Es erfolgte hierauf am Ende des Monats September 1792 durch den General Custine derUeberfall dieser Truppen und unter den 21. Oktober die Uebergabe der Stadt Mainz auf einesolche schändliche Art, dass der Herr Hofkanzler von Albini nicht einmal dafür gesorgt hat,dass das geringste von den Hofmeubeln, Hofstall, Hofbibliothek, 2 ) noch vorrätigen Geldern pp.über den Rhein, wo die Stadt nicht eingeschlossen und völlig frei war, geflüchtet worden ist.
1) Der Name ist schwer zu entziffern; da ich auch keinen Staatskalender aus damaliger Zeit zur Hand habe,vermag ich für die Richtigkeit des Namens nicht einzustehen.
2 ) Die Hofbibliothek war eine Sammlung von auserlesenen seltenen Werken, gedruckten und ungedrucktenSchriften, die man in den letzten Zeiten hauptsächlich aus den aufgehobenen Klöstern und Jesuitenkollegien bereichert
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