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Auf dem Hofe befinden sich die Stallungen, Scheunen und Wagenremisen. Der ge-räumige Garten stösst an denjenigen des Gymnasiums.
Das neben dem Hause stehende Gebäude ge-hörte ehemals ebenfalls der v. Zwehlschen Familie,bis es später an die Germershausen verkauft wurde.
3) das Haus Nr. 378 am Altstädter Kirchhof, l )die sogenannte „Uhlenburg", ein hansteinsches Lehen.
Man vermutet, dass hier das im Jahre 1303 vonDietrich v. Arenshausen mit Bewilligung seiner Ver-wandten, des Vicedom Heinrich und dessen Bruder,an Heinrich v. Hanstein verkaufte Haus gestandenhat. 2 ) Am 2. Juni 1611 belehnte Hans v. Hanstein-Geismarscher Linie, den Oberamtsschreiber JohannZwelil mit diesem Hause, das vordem Peter Engel-hardt „zur Leibzucht" getragen. 3 ) Im folgenden Jahrkaufte Johann Zwelil von den Ilansteins-Besen-hausen mehrere in der Nähe liegende Häuser undGärten in der Ratsgasse 4 ) und vereinte dies ganzeBesitztum zu einem herrschaftlichen Sitz, der „Uhlen-burg". 5 ) Am 2. October 1650 kam hierzu noch einGarten nebst Zubehör an der Geislede, der Ratsmühlegegenüber, die „Badstube" genannt, welche vorherMarkus v. Thran besessen hatte. Ausserdem gehörtezur Uhlenburg die „an das Haus und Garten stossendenErblichen Baupletzen bis in die Altenstadt reichend,item der an der Geisleden gewölbter Fischbehälter, wieauch das Plätzlein vor der Pfortten Thür". 6 ) Im Jahre 1717 schenkte die 3. Gemahlin GeorgWilhelm v. Zwehls, Catharina geb. Engel, Tochter des Medikus und Bürgermeisters AegidiusEngel, unbefugterweise 2 Kotlistätten an die Jesuiten, wodurch zuerst dieser zusammenhängendeIiäusercomplex unterbrochen wurde.
Beim Tode Johann v. Zwehls 1652 erbte die „Uhlenburg" der zweite Sohn GeorgWilhelm, von dem sie auf Philipp Caspar v. Zwelil überging. Als dieser am 11. Januar1725 beim Brande in Heiligenstadt verunglückte, kam das Besitztum auf dessen SolmConstantin, von dem es der Hauptmann Jobst Adrian v. Zwelil erbte. Mit dem Todedes Letzteren im Jahre 1784 erlosch diese Linie. Sämmtliche Lehenstücke, unter ihnen die„Uhlenburg", fielen an die Hauptlinie zurück. In den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts
') In den Bauernkriegen predigte Thomas Münzer auf diesem Kirchhof.
2 ) S. Ctesch. d. Stadt Heiligenstadt § 17 Adliche Geschlechte und § 106 Statistische Beschreibung.
Ego Theodorikus de Arenshusen quod bona voluntate et libera perniissione patruelis mei Henrici
vicedomini et suorum fratrum vendidi et presentibus vendo Henrico de Hanstein et suis fratribus curiam nieam inHeiligenstadt sitam cum omni jure et pleno, quo ad nie dicitur pertinere ex antiquo etc.
3 ) S. Urk. I.
4 ) S. Urk. II. Die Häuser waren am 5. Juni 1612 „sehr bawfellig und dach- und fachlos" geworden. Gesch.
derer v. Hanstein II. Band S. 442.
6 ) Die „Uhlenburg" mit dem dazu gehörigen bürgerlichen Brauhaus hatte zwei „Braugerechtigkeiten". Diezweite Braugerechtigkeit war der Familie v. Zwehl vom Heiligenstädter Stadtrat im Jahre 1616 aus besonderer Gunstverliehen, beim Aussterben der Familie sollte sie wieder erlöschen.
°) S. Urk. XI.
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v. Zwehl'sche Freihäuser an der Wilhelm-strasse in Heiligenstadt.