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Urkunden-Buch der Familie von Zwehl : nebst Kunstbeil., Textbildern, Stammbäumen u.e. Anh., enth. Beitr. zu e. Familiengeschihichte
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das für die grössten Zeitungen Norddeutschlands, z. B. Weser-Zeitung, Hannoverscher Courier etc.,den ausschliesslichen Papierbedarf liefert. Die Besitzer sind in der Folge, dank ihres Fleissesund ihrer Intelligenz, zu den wohlhabendsten und angesehensten Bürgern Heiligenstadts geworden.

Im Jahre 1893 wurde die Papiermühle an Hugo Engelmann verkauft, der eine grossartigbetriebene Nadelfabrik darin einrichtete, die noch gegenwärtig unter der Firma Hugo Engelmann & C=darin betrieben wird.

Die Leinemühle.

INeben der Papiermühle steht die Leinemühle. Ihr Schicksal ist mit demjenigen derPapiermühle eng verknüpft. Sie ist Mahl- und Schneide-Mühle mit 2 Gängen, wozu später nochein Sägemühlenbetrieb kam. Der erste Erwerber ist ebenfalls Johann v. Zwehl. Wann undum welchen Preis sie in unseren Besitz gekommen, weiss man nicht mehr. In den Bülzings-löwischen Lelmbriefen steht:item zehn Schilling an der Leinemühlen auswendig an der Mauerzu Heiligenstadt!'') Im Jahre 1632 wurde sie bei der Belagerung eingeäschert, scheint dannaber nach dem Jahre 1636 zugleich mit der Papiermühle wieder aufgebaut zu sein. Beim TodeJohann von Zwehls erbte sie die II. ältere, im Jahre 1784 ausgestorbene Zwehlsche Linie.

Am 6. März 1762 verkaufte der Ratsherr und Stadthauptmann Constantin v. Zwehldie Mühle s einerwerthesten Frau Baass, relictum des Herrn Oberlandgerichtsassessors v. Zwehlfür sich und in Vormundschaft ihrer Kinder um und vor 1900 Thaler! -

Bei der brüderlichen Erbverteilung am 2. November 1783 erhielt der Amtmann Herwigvon Zwehl die Mühle für 3000 Thaler. Er verkaufte sie im Jahre 1792 seinem Bruder Carlmit 2 Acker Wiesen für 2500 Thaler. Carl erwarb in den Jahren 1806 und 1811 noch 3 AckerWiesen für 650 Thaler hinzu, sodass also der ganze Besitz 3150 Thaler kostete.

Im Jahre 1806 wurde die Mühle mit Zubehör auf 4400 Thaler gerichtlich geschätzt.Bis zum Jahre 1816 war sie für 270 Thaler verpachtet, vom Jahre 1819 bis 1825 für 285 Thalerund von da ab für 250 Thaler. Dies macht vom Jahre 1819 bis 1828 in Summa 2745 Thaler.An Reparaturen kostete sie während dieser Zeit 235 Thaler 10 Groschen 8 Pfennig, dies ergiebtsomit einen Reinertrag von 2509 Thalern 13 Groschen 7 Pfennig.

Da auch diese Mühle baufällig war und bedeutende Kosten an Reparaturen verursachthaben würde, verkaufte sie die Familie v. Zwehl am 2. Juni 1829 für 4600 Thaler an den bis-herigen Pächter Philipp Rosenthal, dessen Grossvater schon als Pächter in der Mühle gesessen hatte.

Im Jahre 1894 kam sie in den Besitz des Herrn Jänecke, Teilhaber der Firma HugoEngelmann und Comp., der vor einiger Zeit eine Drahtzieherei für den Nadelbetrieb mit ihrverbunden hat. Der Mahl- und Säge-Betrieb wird indessen ebenfalls in der Mühle fortgesetzt.

Der Vierzehn Nothelfer-Altar in der Aegidi-Kirelie. 2 )

Betritt man durch das westliche Hauptportal die ums Jahr 1225 durch den ErzbisehofSiegfried II. erbaute Aegidius-Kirche, so erblickt man links vom Hochaltar den Vierzehn Not-helfer-Altar. Der in weiss und gold gehaltene, verhältnissmässig einfache Altar ist mit einem sehrreichen, aus Eichenholz geschnitzten Aufsatz in den Formen der deutschen Renaissance geziert.

0 S. Wolf, G. d. St. Heiligen Stadt S. 174.

2 ) In Nr. 10 Jahrgang 1898 der ZeitschriftNiedersachsen", Bremen, veröffentlicht.