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W.
Adels"brief.')
Wir Ferdinand der ander von Gottes Gnaden Erwehlter Römischer Kayser, zu allenZeiten Mehrer des Reichs, in Germanien, zu Hungarn, Böhmen, Dalmatien, Kroatien und Schla-vonien p. König, Ertzhertzog zu Oesterreich, I-Tertzog zu Burgund, zu Brabandt, zu Steyer, zuKärnten, zu Krain, zu Lützenburg, zu Würtemberg, Ober- und Nieder-Schlesien, Fürst zu Schwaben,Markgraf des Heiligen Römischen Reichs zu Burgav, zu Mähren, Ober- und Nieder-Lausitz, ge-fürsteter Graf zu Habsburg, zu Tirol, zu Pfirdt, zu Kvburg und zu Görtz, Landgraf in Elsass,Herren auf der Windischen Mark zu Portenaw und zu Salnitz p.
Bekennen öffentlich mit diesem Brief, und thun kund allermänniglicli, wiewohl wir aufRömischer Kaiserlicher Höhe und Würdigkeit, darein uns der allmächtig nach seinem göttlichWillen gesetzt hat. auch angebohrner güte und Müdigkeit alle Zeit geneigt seyn, aller und jederunserer und des heyl. Reichs, auch unserer Erb-Königreich, Fürstenthum und Lande Unterthanenund getreuen, Ehr, Nutz aufnehmen und bestes zu betrachten, und zu befördern, so würdet dochunser Kayserl. gemüth vielmehr bewegt, denen unser gnad und sanftmüthigkeit mitzutheilen, auchihren Nahmen und Stammen in höhere Ehr und würde zu setzen, deren Yor-Eltern und sie sichin alten Ehrbahren, redlich Händen herkommen, desgleichen sich adlicher güther, Sitten, Tugend,Wandel und Wesens befleissen, und uns dem heyl. Römisch Reich und unserm Löbl. Haussöstreich, mit stäther unterthäniger getreuer und beständiger Dienstbarkeit vor anderen gehorsahm-licli anhängig und verwandt seyen. Wann wir nun gnädiglich angesehen wahrgenommen undbetrachtet, die Ehrbarkeit, Redlichkeit, Tapferkeit auch adeliche gute Sitten, tilgend, wandel undVernunft, damit unser und des Reichs Lieber getreuer Johann Zwehl, vor unser Kayserl. Mayestätberühmt worden, auch die angenehm- getreu, gehorsam- nutz- erspriessliche tapfere und mannhafteDienste, welche Er nicht allein bey dem Erzstift und Churfürstenthumb Mayntz in unterschied-lichen Funktionen und Verrichtungen in die dreyssig Jahr lang, sondern, auch bey diesen nochwehrenden Kriegs-Empörungen sich Bey unss und dem heil. Römischen Reicli und gemeinenWesen zum besten, sonderlich aber als die Feinde des Reichs die statt Heiligenstadt mit Feuerund Schwerdt stark verfolget, endlich aber mit accorcl erobert, Er sich dann nicht olme sonder-bare göttl. gnad Verleyhung, alss er zu Leib und Leben aufs äusserst verfolget worden, salvirt,zugleich seiner Güter, der ein guter ansehnl 1 "- theil vom feind verbrennt und in die aschen gelegt,neben weib und Kindt hinterlassen müssen, erzeigt und erwiesen, hernaeher wiederumb unterunser armada under des hoch und wohlgebohren unsers und des Reichs Erb-Marschallen undlieben getreuen Gottfried Henrich Grafen zu Pappenheim unserem Kämmerer und General überdie artogleria commando sich begeben, alda solang verblieben, biss endlich wohlgeb. General vonPappenheim in der blutigen Schlacht und Treffen bei Lützen mit dem König aus Schweden seinzeitliches Leben gantz heroisch und ritterlich aufgeben, und anjetzo noch unter dem HatzfeldischRegiment tägl 3 - thut, auch ferner mit Darsetzung Leib- und Lebens zu verharren, entschlossen ist,auch wohl thun mag und solle, so haben wir demnach mit wohlbedachtem Mutli, gutem Rathund rechtem Wissen, bemel 11 - Johann Zwehl diese besondere gnad gethan, und Freyheit ge-geben und ihn mit allen und jeden seinen leibs-Erben und derselben Erbens Erben, Manns und
') Das Original stand mir nicht zur Verfügung, sondern nur eine beglaubigte Abschrift, die aber, was dieeinzelnen Worte anbetrifft, nicht immer genau zu sein scheint. Der Sinn der Sätze hat nicht gelitten.