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Wunsch erfüllt werden, würde ich mich freuen, wenn die Portraits sämtlicher Familienangehörigenin dem Buche enthalten wären und die Herren Vettern ihr Bild stifteten.
Da die Geschichte einer Familie sich hauptsächlich durch die Lebensbeschreibung dereinzelnen Mitglieder erhält, so möchte ich bitten, dass die Herren Vettern mir die ihrige, wenn.auch noch so kurz abgefasst, übersenden möchten. Wie kann Liebe für die Familie erblühen,wenn den Angehörigen unbekannt ist, wie sich das Leben unserer Altvordern gestaltete, was siefreudiges und trauriges erlebt.
Ich habe Personallisten sämtlicher Familienmitglieder angelegt, die ich auf dem Laufendenerhalte. Um dies zu können, bitte ich mir Geburts-, Heirats- und Todes-Anzeigen in der Familiezusenden zu wollen. Es genügt aber nicht die einfache Mitteilung, ich muss vielmehr z. B.bei einer Geburtsanzeige die Reihenfolge der A^ornamen (Rufname unterstrichen) erfahren.
Es wäre sehr wünschenswert, dass jedes Familienmitglied eine Personalakte von sich an-legte, enthaltend wichtige Documente: Geburtszeugnisse, Eheverträge, Diplome, Aufzeichnungenüber wichtige Ereignisse und Erlebnisse, Reisen und dgl. Auch Photographien aus den ver-schiedenen Lebensabschnitten würden für die Nachkommen sehr interessant sein und wären derAkte beizugeben. Diese Akte müsste beim Tode des Betreffenden an das Archiv übergehen.
Zwei Dinge sind es, auf die ich die Aufmerksamkeit der Familienmitglieder ganz be-sonders richten möchte und die in Zukunft für die Familie ausserordentlich segensreich werdenkönnen, da sie ein neues Bindemittel der einzelnen Familienmitglieder untereinander sind: EineFamilienstiftung und ein Familienarchiv.
Die Anregung hierzu verdanke ich hauptsächlich meinem verehrten Regimentskameradenund Freunde, dem durch seine zahlreichen vortrefflichen genealogischen Schriften in weitenKreisen rühmlichst bekannten Major, Herrn Hermami Eggers. *)
a. Familienstiftung.
Zu diesem Zwecke müsste ein Familien vorstand gewählt werden, der das AFeitere in dieHand nähme. Fast alle Mitglieder der Familie befinden sich in derartiger Lebenslage, dass sieleicht kleinere Beiträge leisten können. Es dürfte bei der A'erschiedenheit der Verhältnisse nichteine bestimmte Höhe der Beiträge gefordert werden, wohl aber kann man erwarten, dass jedersein Scherflein beiträgt für einen edlen, ihn ehrenden und seinen Nachkommen nützenden Zweck.Möge der alte Satz „in trinitate robur" der v. Zwehlschen Familie zur Regel und Richt-schnur werden.
b. Familienarchiv.
Für die Einrichtung des Archivs wäre ein Schriftführer zu wählen. Dieser müsstedas vorhandene Material sichten und ein Repertorium aufstellen, das durch Druck oder auf sonsteine Art vervielfältigt, sämtlichen Mitgliedern, die sich der Vereinigung anschliessen, zugänglichgemacht würde. Das so zusammengebrachte Material würde dann, um es vor Zerstreuung unddem Verlorengehen zu bewahren, als ,,v. Zwehlsches Depositum" einem Königlichen Staatsarchivübergeben. Mit der dasselbe verwaltenden Behörde wäre ein Vertrag dahin abzuschliessen, dassder Familie das ausschliessliche Besitzrecht bleibt, die Benutzung der Papiere aber dahin geregeltwird, dass es jedem Familienmitgliede oder dessen Bevollmächtigten in den Dienststunden undin den Räumen des Archivs gestattet ist, Einsicht in die Familienakten zu nehmen und Auszügezu machen. Alle neuen Eingänge wären an den Schriftführer zu richten, der darüber einJournal führt und von Zeit zu Zeit das Repertorium ergänzt. Sollte mein A r orschlag, zu deinich nur dringend raten kann und der jedem Weiterdenkenden meines Erachtens einleuchtendsein müsste, Anklang finden, so wäre ich gern erbütig, vorläufig, bis zur AA'ahl eines Schrift-führers, das Weitere zu veranlassen. Das von mir bis jetzt mit vieler Mühe und grossen Um-
') Jetzt Bataillonskommancleur im Infant.-Reg'iment Nr. 148, Stettin.