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ständen gesammelte Material stelle ich selbstverständlich gern zur Verfügung. JSIach und nachwürde die Familie auf diese Weise ein interessantes, vollständiges Archiv erhalten.
Hier möchte ich einige beherzigenswerte Worte des bekannten Kulturhistorikers Riehl ')•einschalten, der sehr treffend in seinem Buch „Haus und Familie" Folgendes darüber schreibt:„Familien-Chroniken und Archive charakterisieren ein starkes und gesundes Geschlecht. Wokeine Pietät für die Urkunden des Plauses ist, da ist auch keine für öffentliche Urkunden. Ge-schichtslosigkeit in der Familie erzeugt Geschiclitslosigkeit in Staat und Gesellschaft. Der Adelhat von Standes wegen seine Familienarchive und Chroniken. Diese Archive sind aber bei den.meisten Familien in den letzten 100 Jahren sehr lückenhaft geworden. Ein durch Jahrhundertegleiclimässig gut geführtes und erhaltenes Hausarchiv ist ein Wahrzeichen, dass der Familiengeiststark und tüchtig war, also zugleich ein Wahrzeichen von der allgemeinen Blüte des Hauses.Auf ein leider so seltenes Archiv muss der rechte Aristokrat stolzer sein, als auf Titel undWürden, denn es ist ein Gesamtdokument von der zur Sitte des Hauses gewordenen Familien-haftigkeit seiner Vorfahren und lässt sich nicht nachträglich machen, wo es nicht historisch ge-worden ist. Umgekehrt ist die Nichtachtung der Privaturkunden in der Regel das erste Zeichenvon dem beginnenden Verfalle des Geschlechts; zuerst wird der alte Plunder von Familien-archiven an den Käsehändler und Wurstmacher auf's Pfund versteigert, und rasch hintereinanderwandert der andere Plunder von Ackern, Wiesen und Waldungen zum Geldjuden. Jede Familiemuss den aristokratischen Stolz haben, eine eigenartige Familie zu sein. Sie sollte darum allessorgfältig sammeln und bewahren, was ihren besonderen Charakter dokumentiert."
Sollte dies Buch dazu beitragen, dass bei Allen das Interesse für die gemeinsame Familie-wächst und sich stetig mehrt, dann wäre sein Zweck erfüllt.
Der Herausgeber.
*) S. auch v. (1. Borne, Band I, Seite 5.