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Schönhausen und die Familie von Bismarck
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Leopold v. Bismarck.

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Schönhauser Archiv vorhandenen Kabinets-Ordre bei einem vom Herzog vonMccklenburg-Strelitz neu errichteten Husaren-Regiment ein. Beim Ucbergangüber die Elbe, wo er mit seinen Husaren und einer Abtheilung Jäger vierKanonen und mehrere Pulverwagen erbeutete, erwarb er das Eiserne Kreuz1. Klasse. An der Spitze seines Mecklenburgischen Husaren-Regiments, daser in der blutigen Schlacht bei Möckern führte, wurde er nach Beendigungeiner glänzenden Attacke durch den Schuß eines am Boden liegenden verwun-deten Französischen Infanteristen schwer blessirt und erlag nach neun Tagenzu Halle seiner Verwundung.

Von ihm finden sich ebenfalls Briefe des verschiedensten Inhaltes imArchiv zu Schönhausen; auch er hat noch unter dem großen König exerzirtund manövrirt.Der neue König besucht sehr fleißig Kirchen und Komödien,geht sehr viel verkleidet umher und hält sehr viel Spione, zumal auf die losenHäuser, so daß man in öffentlichen Häusern nicht mehr frei sprechen darf."

lieber den Feldzug in den Niederlanden äußert er sich ganz ähnlich wiesein Bruder Fritz:Die Husaren und Jäger haben fast alles gethan. Wirhaben sehr viele Festungen eingenommen und viele Gefangene eingebracht,alles ohne Widerstand bis 2V2 Meilen vor Amsterdam, wo die Patrioteneine starke Schanze voller Kanonen inne hatten. Der Herzog ließ die In-fanterie vorrücken und nach einer starken fünfstündigen Kanonade und einemziemlichen Verlust unsererseits kriegten wir die Schanze, weil der Herzogeinige über das Wasser geschickte Kompagnien im Rücken attaquiren ließ.Wir machten sehr viel Gefangene; die übrigen retteten sich durch die Flucht.Das in einer Schanze eine halbe Meile vor Amsterdam stehende noch übriggebliebene Korps v. Salm ist gestern zu unserer Armee übergegangen. Esbleibt nur noch die Stadt Amsterdam mit einer starken Anzahl bewaffneterBürger und wenigen Soldaten. Graf Salm hat sich aus dem Staube ge-macht, drei Tonnen Goldes hat der Spitzbube noch mitgenommen."DreiRegimenter vom Prinzen stehen nunmehr in Amsterdam. Da die Bürger sienicht leiden wollen, liegen sie in den Kirchen. Die Kuhställe der hiesigenBauern sind so reinlich als zu Schönhausen die Stuben der Bauern nicht.Aber die letzteren essen besser als die Holländer."Was werden Siesagen, daß ich ganz ohne Beute nach Hause komme, während mancher Wagenund Pferde, Gold und Silbersachen mitbringt. Ich habe dagegen ein gutesGewissen, woran es manchem fehlt. Der Herzog hat vielerlei aus Holland

Schmidt, Schönhausen. 10