Gheieke Lismarke 1409.
Johannes Lismark 1419.
Sretzehnies Kapitel.
Der Dreißigjätirige Krieg.
m Freitag vor Estomihi (20. Februar) 1626 gegen Abend erschienganz unerwartet, nachdem die Gegend bisher vom Kriege verschontgeblieben war, der dänische General Fuchs vor Tangcrmiindes Thoren und rückte,ohne Gegenwehr von Seiten der Bürgerschaft zu finden, von zwei Seiten indie Stadt. Die erste Nacht verbrachte die Reiterei auf gesattelten Pferden.Am andern Morgen wurden die Soldaten haufenwcis bei den Bürgern ein-quartiert, welche die Anforderungen jener nicht zu befriedigen vermochten.Truppen und Geschütz vermehrten sich von Tag zu Tage, da zunächst derGeneral die Stadt zu befestigen beabsichtigte. Aber von den Kaiserlichenunter Wallenstein vertrieben, zog er sich mit einem Theile seiner Armee unddem schweren Geschütz auf das rechte Ufer der Elbe zurück. Die Kanonen wurdenauf die Stadt gerichtet, um sie, falls sie vom Feinde besetzt werden sollte, inGrund und Boden zu schießen. Als die Kaiserlichen, durch Mißverständnißeines Kundschafters getäuscht, von dannen wichen, rückte jener wieder in dieStadt ein und verschanzte sie. Nachdem er 18 Wochen in Schönhausens unmittel-barer Nähe gehaust hatte, brach er am 29. Juni 1626 sein wohl befestigtesLager ab und ließ die Schiffsbrücke, welche er mit einem Kostenaufwand von18 Tonnen Goldes über die Elbe geschlagen hatte, nebst allem Kriegsvorrathnach Werben bringen, wobei wieder das nahegelegene Schönhauser, unter schwerenBeiträgen und Lasten zu leiden hatte. Der Bericht der Leichenpredigt, daß