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Schönhausen und die Familie von Bismarck
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Schlacht bei Leipzig.

wieder retour geschickt. Was für eine Schande für die, welche solches ge-nommen haben".

Der letzte Brief von seiner Hand ist zu Halle drei Tage vor seinemTode geschrieben:

Vermuthlich werdet Ihr die Nachricht erhalten haben, daß ich am16. dieses Monats das Unglück hatte, ohnweit Leipzig in einem hitzigen Ge-fecht durch einen Schuß verwundet zu werden. Die Kugel ist zum rechtenArm hineingegangen und im Genick wieder heraus. Ich habe mich seit diesemTage nach Halle bringen lassen, woselbst ich das Glück genieße, ein sehr gutesLogis und ganz vortreffliche Wirthsleute zu besitzen. Indessen ist meinejetzige Lage doch von einer höchst traurigen Art, da ich die langen Nächtemit den schrecklichsten Schmerzen zu kämpfen habe. Mein Wille ist, so langehier zu verbleiben, bis ich mich nur einigermaßen rühren kann, um michalsdann entweder nach Berlin oder Schönhauscn zu schleppen. Ihrhabt keinen Begriff davon, welch ein mörderisches Gefecht an diesem Tagestattfand. Ich habe wenigstens ein solches Kanonenfeuer noch nie erlebt, undleider ist an diesem Tage meine halbe Eskadron verloren gegangen, worüberich mich bis jetzt noch nicht der Thräncn erwehren kann. Das ganze Regimentist jetzt höchstens noch 206 Mann stark, da wir doch 600 aus der Garnisonmarschirt sind. Ganz Halle liegt so voll von Verwundeten, daß es ein wirk-licher Ort des Jammers ist, und ich sehr wünschte, dieses schreckliche Elendnicht mehr mit ansehen zu dürfen. Da ich glaube, daß es Euch nicht unliebsein wird, so will ich in der Anlage die letzten Armeebefehle beilegen, worausIhr ersehen werdet, daß die Sache des Vaterlandes nicht ganz icylecht steht,indem der Kaiser mit dem Rest seiner Armee über Weißenfels nur Naumburgin völliger Retirade gewichen ist. Meinen schönen Schimmel habe ich auchin oben erwähnter Schlacht eingebüßt, indem ihm der rechte Vorderfnß ab-geschossen wurde. Wir erleiden hierdurch nicht nur einen bedeutenden Verlust,sondern ich weiß nicht, wo ich ein tüchtiges Dicnstpferd wieder hernehmensoll. Ich weiß nicht, ob es Langermann schon gemeldet hat, daß mir derKönig beim Uebergang über die Elbe, wo ich das Glück hatte, dem Feindevier Kanonen nebst mehreren Pulverwagcu abzunehmen, das Eiserne Kreuzschon vor einiger Zeit verliehen hat. Meine gesunden Glieder wären miraber doch lieber gewesen, indem es noch gar nicht gewiß ist, ob mir dochvielleicht der rechte Arm steif bleiben könnte. Indessen macht mir der Doktor