Las gräfliche wapprn.
Zweites
Die älteste Keschichte.
' rüher pflegte man die Geschichte eines Ortes mit der Zeit zu beginnen,aus welcher die ältesten schriftlichen Urkunden uns überkommen sind.Nach den lückenhaften und parteiisch gefärbten Aufzeichnungen und den fragmenta-rischen Berichten griechischer und römischer Schriftsteller bewohnte der mächtigeStamm der Semnoncn, ein Zweig der suevischen Völkerschaft, das Landzwischen Elbe und Oder bis in die Nähe der Weichsel.
Heute legt man einen hohen Werth auf die Denkmale, welche die erstenoder die früheren Bewohner eines Landes auf dem Boden, wo sie saßen,als Zeugen ihrer Kultur zurückließen. Für die Gegend von Schönhausenscheint aus den verschiedensten im sogenannten Havel-Winkel zu Tage geför-derten Funden sich als Thatsache zu ergeben, daß das Land nordwärts vonGenthin bis zum Einfluß der Havel in die Elbe erst etwa um das vierteJahrhundert unserer Zeitrechnung besiedelt worden ist. Denn fast sämmtlichebei Eisenbahnbauten, Wegeanlagcn und Stromregnlirungen aus dem Acker desBodens und aus den Torfmooren zu Tage geförderten prähistorischen Gegen-