Nudolf 1365.
Nicolaus II. 1365.
Kmfies Kaxitel.
Aer Wame und die Wiege des Geschlechtsv. Bismarck.
A)// ach alter Sage verpflanzte Karl der Große viele edle Geschlechter ausdem Süden und dem Westen nach dem nördlichen Deutschland, dieSchulenburg aus Geldern, die Bredow aus Holland, die Garsdau und Buchaus Nassau, die Bismarck aus Böhmen'^), und sollen diese das gleichnamigeStädtchen in der Altmark erbauet haben. Diese „Sage" ist aber sowohl aushistorischen als aus ethnologischen Gründen gänzlich haltlos. Abgesehenhiervon vermag keine Sippe des norddeutschen niederen Adels anders als mitKonjunkturen ihren Ursprung über das Ende des zwölften Jahrhunderts zurück-zuführen, weil die Wappen erst seit der Zeit der Krenzzüge geführt und dieFamiliennamen erst mit dem zwölften Jahrhundert, bis wohin man sich mit demVornamen begnügte, üblich wurden und nur allmählich sich vererbten. Während
Der im Treppenhaus zu Schönhausen aufgehängte Stammbaum mit IM Schildernträgt folgende Aufschrift: „Obwohl das Geschlecht und die Familie derer v. Bismarck vonvielen sasoulis bekannt gewesen, wie unter anderen Enzelius in seiner märkischen ChronikaxnA. 67 gedenket, das; sie im achten snsenlo von Carola Nazmo in diesem Lande ge-bracht und daznmahl das Städtchen Bißmarck erbauet, daß sie vordem böhmische Herrengewesen, so findet man doch entweder aus Säumigkeit der Alten oder daß es in denKriegen verloren gegangen, keine Gewißheit, wie einer dem andern gefolget und wie dieFamilie fortgepflanzet. Ist man danhero genöthigt, Clausen den älteren, so in dem drey-zehnden saooulo gelebet, vor einen Stammvater hierher zu setzen." „Als die Franzosennach der Schlacht bei Jena über die Elbe gelangt waren, haben sie auch in Schönhausengewüthet und u. A. diesen Stammbaum mit Bajonetstichen stark beschädigt."