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Schönhausen verwüstet.
so zerstört wurde, daß Valentins Wittwe nach ihrer Rückkehr von Stendalund anderen Städten, wo sie Schutz gesucht hatte, gcnöthigt war, mit ihrenTöchtern in einem Fachwerkgebäude ihre Wohnung aufzuschlagen.
Ob diese Einäscherung von Seiten der Schweden, oder von Seitenraubender und plündernder Marodeure der Kaiserlichen Armee erfolgte, bleibtbeim Mangel an Quellen dahingestellt.
Auch 1635, als die Schweden von Magdeburg nach Tangermünde zogenund dort von den Truppen des Kurfürsten von Sachsen verdrängt wurden,welcher seit dem Prager Frieden auf Seiten des Kaisers stand, wurde Schön-hausen wieder stark in Mitleidenschaft gezogen; denn die sächsischen Kriegsvölkerschlugen eine Schiffsbrücke über die Elbe und brandschatzten die Ortschaftenan beiden Usern des Stromes. Nunmehr zog der General Banner mitseinen Truppen nach der Wcrbcner Schanze und legte 14 Regimenter zu Pferdenach Stendal, welche Alles in der Stadt und Umgegend so aufzehrten, daßder Ouarticrgebcr bei seiner Einquartierung zu Gaste ging. In dem er-wähnten gleichzeitigen Berichte schreibt Christoph v. Bismarck: „Wie von ihnengehaust worden, wird die Posterität nicht leicht vergessen. Die Meinigcn habendabei auch im Gedächtniß, daß mir wegen des Kriegskommissariats heftigzugesetzt und mein Korn über 36 Wispel in einer Woche genommen wordenist. Die unter General Hatzfeld gegen Tangermüde ziehenden Truppen,18 Regimenter, thcils der Kaiserlichen, theils der sächsischen Armee zugehörig,stürmten am 8. Juni 1636 mit solcher Gewalt die Thore, daß sie fast zugleichmit den fliehenden Schweden in die Stadt eindrangen. Hier hausten siederartig, daß sie alles Hausgeräth und alle Vorrathskasten zerschlugen, denLeuten die Kleider vom Leibe rissen und sie mißhandelten, die Kirchen plünderten,alle Baarschaftcn, auch die Pupillengelder, raubten, und die Stadt in solcheArmuth versenkten, daß nicht viel daran fehlte, sie wäre so öde geworden wieSchönhauscn, von wo alle Einwohner geflüchtet waren! Hernachsind von beiden Theilen immerfort Parteien ausgegangen, und es ist derGestalt unsicher geworden, daß Keiner aus den Städten herausguckendurfte. Insonderheit ist am 28. und 29. Juli auf dem ganzen Landegroße Räuberei vor sich gegangen und das Vieh weggetrieben worden". „DerAcker wurde uicht bestellt, man erntete das Wenige, was auf dein Felde beiden von dem Futtern der Pferde zerstreuten und von diesen eingetretenenKörnern aufging, und das Ergebnis? solcher Ernte wurde auf dem Schubkarren