Gustav Adolf m Tangermünde.
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bald nach Valentin's Tode seine Wittwe sich nach fernen Städten wendete,weil das brennende Kricgsfener die Güter völlig ruinirte, bezieht sich aufdiese Zeit. Auch während des Herbstes 1626 und in der ersten Hälfte desfolgenden Jahres erduldete der Ort unter starken Einquartierungen unddrückenden Kontributionen schwere Drangsale.
Im Sommer 1631 stand Gustav Adolf auf dem rechten Elb-Ufer vorTangermünde und führte beim Weinberg an einer von einem SchönhausenerBauer angezeigten seichten Stelle einen Theil seiner Armee durch den flachenStrom hindurch. Erst nachdem auch das Fußvolk und das Geschütz aufeiner Schiffsbrücke an das jenseitige Ufer gebracht war, bestürmte er dasSchloß zu Tangermünde, sprengte das Thor mit einer Petarde und schlughier nach Niedcrmctzelnng fast der ganzen kaiserlichen Besatzung sein Haupt-quartier auf, bis er dasselbe nach Werben verlegte, wo er eine stark befestigteSchanze errichtete. Auf die Kunde von der Ankunft der Schweden in derAltmark brach Tilly mit seinem Heere von Magdeburg nach Werben auf,mußte sich jedoch nach einem vergeblichen Sturm auf die Schanze ausMangel an Proviant wieder nach Tangermünde zurückziehen. Ihm folgtenam 2. August zwei Haufen schwedischer Reiter. Ein von Tilly befohlenerAngriff wurde durch das Gewchrfeuer des im benachbarten Gehölz verbor-genen schwedischen Fußvolks zurückgeschlagen, und bald erschienen die Schweden2666 Mann stark in der Nähe der Stadt und trieben alles Vieh der Um-gegend weg. Die Bedrängniß der Kaiserlichen nahm der Art zu, daß siedem Landmann zur Stillung ihres Hungers auch das Letzte noch raubten,bis Tilly durch die Noth gezwungen wurde, sein Lager abzubrechen, um sichzuerst nach Arneburg, dann über Magdeburg nach Leipzig zur BreitenfelderSchlacht zu wenden. In seinen gleichzeitigen Aufzeichnungen schreibt Christophv. Bismarck auf Briest: „die Kriegsvcrhcerung am Tanger ist so groß gewesen,daß ich um alles Korn und fahrende Habe zum andern Male gebracht wordenbin, so daß ich von Neuem meine Haushaltung angefangen und zwei Jahrevon anderer Leute Gnade habe leben müssen."
Durch das Hin- und Herziehen der Truppen zwischen Magdeburg undWerben .wurde die ganze Gegend auch am rechten Ufer der Elbe gänzlichverheert und verwüstet, und viele Einwohner, die Hans und Hof in Rauchaufgehen sahen, verließen aus Hunger und Blöße ihre Scholle. In diese Zeitfällt der erste große Brand von Schönhauscn, durch den das Herrenhaus