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Schönhausen und die Familie von Bismarck
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Die Stadt Bismark.

der Name oftmals nach dem Besitze wechselte, galt das vom geharnischtenRitter ans seinem Wappen getragene Bild als Erkenntnißzeichen für die Zu-gehörigkeit zum Geschlecht. Die v. Borstel, deren Namen an Burgstall (inalten Urkunden Borchstall genannt) erinnert, führen ein ganz ähnliches Wappenwie die v. Bismarck, nämlich ein Kleeblatt, aus dessen Ecken Flügel hcrvor-wachsen. Inder unmittelbaren Nähe der v. Bismarck'scheu Güter angesessenund einige Jahrzehnte später als jene urkundlich genannt, sind sie für eineLinie des altmärkischen Geschlechtes zu erachten, deren Stifter mit Borstel be-lehnt sich mit Fallenlassen semes alten Familiennamens nach der neuen Be-güterung nannte.

Der Name Bismarck ist offenbar dem erwähnten altmärkischcn Städtchenentlehnt, welches um 1370 den v. Alvensleben gehörig einige Zeit einenSammelpunkt für die Gläubigen bildete, indem ein dort vom Himmel gefallenesKreuz viele Wunder verrichtete. 1209 wird der Ort wenn nicht etwaein anderes Dorf darunter zu verstehen ist!? Biseopesmarck genannt,hindeutend auf einen bischöflichen Sprengel. Einfacher und natürlichererscheint die Beziehung auf die vorbeisließende Biese, denn da die Namender Flüsse für älter als die der menschlichen Niederlassungen zu erachtensind, so hat sicherlich der Ort vom Flüßchen und nicht umgekehrt diesesvon jenem den Namen empfangen, wie ja auch unweit des Städtchensein Dorf Biesenthal sich findet. Die philologischen Bedenken, daß das WortBismarck mit dem kurzen Vokal sich nicht aus Biesemarke mit demlangen Laut entwickelt haben könne, werden dadurch widerlegt, daß gerade dieNamen sich vielfach allen phonetischen Gesetzen entziehen. Jeder Sprach-forscher muß aber auch zugeben, daß durch Ausstoßung dese" mitten imWorte sich der vorhergehende Konsonant verschärft und durch solche Ver-schärfung eine Verkürzung des i-Lautes erfolgt.

Der Name dürfte sonach aus der Topographie herzuleiten sein, wie sichähnliche Namen mannigfach in der Provinz Sachsen finden: Ostcrmarke beiBriest, Neuermark bei Schönhausen, Wendemark bei Werben, Wüstermarkeim Kreise Schweinitz und Kaltenmark am Petersberge. Die Wahrscheinlichkeitspricht dafür, daß nicht die Familie, wie die Sage will, dem Orte, sonderndaß umgekehrt dieser der Familie den Namen gegeben hat.

Auch in Pommern findet sich unweit Löcknitz ein gleichnamiges Dorf.Die Wiederkehr derselben Ortsnamen haben wir mit dem vom Westen nach